Hamas will tödliche Schüsse nicht hinnehmen
Schüsse im Gazastreifen gefährden Friedensprozess in Nahost

Israelische Soldaten haben drei palästinensische Jugendliche erschossen. Die Hamas droht mit Vergeltung.

HB BERLIN. Israelische Soldaten haben am Samstag im Süden des Gazastreifens drei palästinensische Jugendliche erschossen. Das berichteten palästinensische Augenzeugen. Mit dem Zwischenfall endete eine zweiwöchige Phase der Ruhe.

Der Vorfall ereignete sich im Flüchtlingslager Rafah, das früher häufig Schauplatz von Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Palästinensern war. Seit der Verkündung einer Waffenruhe am 17. März gab es lediglich einen Zwischenfall, bei dem im Gazastreifen ein Palästinenser erschossen wurde.

Ali Abu Seid, ein 22-jähriger Bewohner von Rafah berichtete, die Jungen hätten Fußball gespielt, als ihr Ball in Richtung Grenzzaun gerollt sei. Sie seien hinterher gelaufen, dann seien Schüsse gefallen.

Dagegen berichtete die israelische Armee, die Jugendlichen hätten sich in einem Sperrgebiet befunden und Warnschüsse ignoriert. Die Schüsse habe eine Patrouille abgegeben, die in dem Gebiet unterwegs gewesen sei.

Die militante palästinensische Organisation Hamas kündigte nach den tödlichen Schüssen Vergeltung an. Das palästinensische Volk könne angesichts dieses Verbrechens nicht schweigen und es ohne Bestrafung hinnehmen, erklärte ein Hamas-Führer im Gazastreifen.

Auch ein Vertreter der Organisation Islamischer Dschihad erklärte, die Gruppe werde über den Waffenstillstand neu nachdenken.

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