Hand in Hand
Türkei will mit Notenbank Wachstum anschieben

Die Türkei will das Wachstum mithilfe der Zentralbank anschieben. Die Notenbank werde ihre geldpolitischen Entscheidungen dabei wie bisher unabhängig treffen, betonte der neue Regierungschef Ahmet Davutoglu.
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IstanbulDie neue türkische Regierung will das Land Hand in Hand mit der Zentralbank auf Wachstum trimmen. Die Notenbank werde auch zur Stärkung des Arbeitsmarktes beitragen, hieß es am Montag auf der Internet-Seite des neuen Regierungschefs Ahmet Davutoglu. Das Ziel der Preisstabilität dürfe dabei allerdings nicht gefährdet sein. Die Notenbank werde ihre geldpolitischen Entscheidungen wie bisher unabhängig treffen, betonte der neue Regierungschef. Die Vorgänger-Regierung unter dem inzwischen ins Präsidentenamt gewechselten Recep Tayyip Erdogan hatte die Zentralbank immer wieder gedrängt, zum Ankurbeln der Wirtschaft die Zinsen stärker zu senken. Davutoglu gilt als loyaler Gefolgsmann Erdogans. Die Inflationsrate liegt derzeit mit mehr als neun Prozent weit über dem Ziel der Notenbank.

Die Zentralbank hatte sich Anfang des Jahres mit einer kräftigen geldpolitischen Straffung gegen den Kursverfall der heimischen Währung Lira gestemmt. Später senkten die Währungshüter um Notenbankchef Erdem Basci den Schlüsselzins in mehreren Schritten auf nunmehr 8,25 Prozent - ein Niveau, das die Regierung für zu hoch hält. Die türkische Wirtschaft war 2013 um vier Prozent gewachsen. Dieses Jahr soll sie nach den Plänen der Regierung trotz Kapitalflucht im gleichem Tempo zulegen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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