Handel
China und Neuseeland vereinbaren Freihandelsabkommen

Nach drei Jahren Verhandlung hat Neuseeland als erste Industrienation mit China ein Freihandelsabkommen geschlossen. Das Land erhält damit besseren Zugang zu einem der am schnellsten wachsenden Märkte weltweit.

HB PEKING. Als erste Industrienation hat Neuseeland mit China ein Freihandelsabkommen geschlossen. Der Vertrag wurde am Montag von den Handelsministern Phil Goff und Cheng Deming in Peking unterzeichnet. Er muss noch vom Parlament in Wellington gebilligt werden und soll am 1. Oktober in Kraft treten.

Die neuseeländische Ministerpräsidentin Helen Clark würdigte das Abkommen als bedeutenden Erfolg für ihr Land. Beide Seiten hatten nach Angaben der Regierungschefin drei Jahre lang verhandelt. Der bilaterale Handel zwischen China und Neuseeland hat derzeit ein Volumen von umgerechnet mehr als 3,9 Milliarden Euro jährlich. Chinesische Exporte machen nach neuseeländischen Angaben rund 75 Prozent davon aus.

Geplant ist nun unter anderem die schrittweise Aufhebung fast aller Zölle auf neuseeländische Exporte in die Volksrepublik. Außerdem werden jährlich bis zu 1 800 Chinesen als Arbeitnehmer nach Neuseeland eingeladen.

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