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Handel: China will mehr in Deutschland investieren

Der deutsch-chinesische Handel erreicht im Jahr 2011 voraussichtlich ein Rekordvolumen. China will zukünftig noch mehr in Deutschland investieren. Doch weiterhin besteht ein großes Ungleichgewicht.

China will zukünftig noch mehr in Deutschland investieren. Quelle: dpa
China will zukünftig noch mehr in Deutschland investieren. Quelle: dpa

BerlinChina rechnet für 2011 mit einem Rekordvolumen für den deutsch-chinesischen Handel und will die Investitionen in der Bundesrepublik weiter ausbauen. Das Handelsvolumen werde in diesem Jahr über den 142,4 Milliarden US-Dollar von 2010 liegen, sagte der chinesische Botschafter in Deutschland, Wu Hongbo, am Freitag in Berlin. Damit habe es etwa den Umfang des chinesischen Handels mit Großbritannien, Frankreich und Italien zusammen.

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Bei den Investitionen herrscht zwischen den beiden großen Exportnationen ein kräftiges Ungleichgewicht: Während Deutschland nach Bundesbank-Angaben 2009 rund 21 Milliarden Euro in China investierte, waren es umgekehrt nur gut 600 Millionen Euro.

Mittlerweile habe sich das Verhältnis auf etwa zehn zu eins angenähert, sagte Botschafter Wu. Aber es solle weiter verbessert werden. Die Volksrepublik unterstütze deswegen verstärkt Unternehmen, die sich in Deutschland engagierten wollten. Trotzdem liege der chinesische Beitrag an den gesamten ausländischen Investitionen in Deutschland derzeit bei lediglich 0,3 Prozent. Rund 1300 chinesische Unternehmen seien in Deutschland präsent - das seien 2,8 Prozent aller in der Bundesrepublik vertretenen ausländischen Firmen.

Auf mehr Aktivität aus dem Reich der Mitte setzt auch die deutsche Wirtschaft. Steigende Investitionen seien ein Zeichen für wachsende Attraktivität des Standorts, sagte der Außenwirtschaftsexperte des Deutschen Industrie- und Handelskammertags Ilja Nothnagel auf Anfrage. Geldgeber seien besonders in strukturschwachen Regionen oder beim Einstieg in angeschlagene Unternehmen willkommen.

Beides war erfüllt, als der chinesische Hersteller von Werkzeugmaschinen SYMG 2004 den insolventen Maschinenbauer Schiess aus Aschersleben in Sachsen-Anhalt übernahm. Seitdem geht es mit dem Unternehmen wieder bergauf: Von damals knapp 100 Mitarbeitern wuchs die Schiess-Belegschaft auf gut 380, der Umsatz vervielfachte sich auf erwartete 55 Millionen Euro für dieses Jahr.

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