Handelsblatt Exklusiv
Banken-Gremium soll in Griechen-Krise helfen

Die Eurozone will die Gespräche über einen Zahlungsaufschub für Griechenland mit dem wichtigsten globalen Gremium der privaten Finanzwirtschaft führen. Vorsitzender des IIF ist Deutsche-Bank-Chef Ackermann.
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BrüsselBeim Institute of International Finance (IIF) sollten Möglichkeiten für ein Roll-over der fälligen griechischen Staatsanleihen ausgelotet werden, erfuhr das Handelsblatt aus diplomatischen Kreisen. Dem 1983 gegründeten IIF gehören fast alle großen Geschäfts- und Investmentbanken der Welt und auch viele führende Versicherungsgesellschaften an. Vorstandsvorsitzender des in Washington ansässigen Instituts ist der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann.

Der niederländische Finanzminister Jan Kees de Jager hatte bereits am Dienstag angedeutet, dass die Eurozone sich wegen eines Zahlungsaufschubes für Griechenland an ein internationales Gremium wenden wird. Internationale Foren" müssten in diese Gespräche eingeschaltet werden, sagte de Jager am Rande des Treffens der Euro-Finanzminister in Luxemburg.

Das IIF hat sich in der Vergangenheit schon häufig mit überschuldeten Staaten befasst. Erst vor wenigen Tagen erörterte das Institut bei einer gemeinsamen Konferenz mit dem Pariser Club der staatlichen Gläubiger die Lage die finanzielle Lage Islands, Argentiniens und des Sudan. Auf der Tagesordnung dieser Konferenz stand auch der Plan der EU, private Gläubiger ab Mitte 2013 systematisch an Staatspleiten in der Eurozone zu beteiligen und Staatsanleihen mit entsprechenden Klauseln, den sogenannten collective action clauses (Cacs) auszustatten.

Ruth Berschens leitet das Korrespondenten-Büro in Brüssel.
Ruth Berschens
Handelsblatt / Büroleiterin Brüssel

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