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Trittin: EU-Dienstleistungsrichtlinie nicht zu Lasten der Umwelt

Die von der EU-Kommission geplante Dienstleistungsrichtlinie darf nach Ansicht von Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) nicht zu Lasten der Umwelt und der Gesundheit der Menschen gehen. „Deutschland besitzt wegen seiner hohen Umweltstandards eine hohe Lebensqualität“, sagte Trittin dem Handelsblatt.

HB BERLIN. So dürften hier zu Lande bestimmte Krebs erzeugende künstliche Mineralfasern nicht für die Wärmedämmung im Hochbau verwendet werden. Wenn es nach dem so genannten Herkunftslandprinzip künftig möglich sein sollte, dass Dienstleister aus anderen EU-Mitgliedstaaten, in denen das Verbot nicht gilt, diese Mineralfasern in Deutschland verwenden dürften, würden die hiesigen Umweltstandards ausgehöhlt, warnte Trittin. „Hier sehe ich riesigen Änderungsbedarf am vorliegenden Entwurf.“

Gleichzeitig verteidigte der Umweltminister die geplante EU-Chemikalienrichtlinie Reach: Die Bundesregierung habe bei der EU-Kommission durchgesetzt, dass die Zulassung eines Stoffes nur noch EU-weit erfolgen soll und damit national entfällt. „Ich sehe keinen Grund für die Industrie, diese Erfolge klein zu reden“, sagte Trittin. „Wo wir vermeidbare Belastungen sehen, setzen wir uns weiter für Änderungen ein.“

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