Handelsblatt-Gastbeitrag
Blair nennt EU-Gipfel "historischen Durchbruch"

Der britische Premier Tony Blair hat den EU-Gipfel der vergangenen Woche in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt als einen „historischen Durchbruch“ bezeichnet. Er schreibt von der „bedeutendsten internationalen Übereinkunft zum Klimaschutz seit dem Kyoto-Protokoll von 1997“. Auch an die Euro-Skeptiker im eigenen Land richtet Blair eine klare Botschaft.

HB DÜSSELDORF. Die EU sei nun auf dem „richtigen Weg, der erste kohlenstoffarme Wirtschaftsraum der Welt zu werden“, schreibt Blair. Der Premier sieht die EU in einer Führungsrolle: Sie habe „den Grundstein für ein umfassenderes internationales Rahmenwerk, das auch China, Indien und die USA einbezieht“ gelegt.

Ein solches Übereinkommen zu erzielen, habe für den Rest des Jahres und auch für ihn persönlich oberste Priorität. Die Aufgabe bestehe darin, ein weltweites Ziel für die Stabilisierung des Klimas zu setzen, über den Emissionshandel einen Preis für CO2 zu bestimmen sowie Investitionen in saubere Technologien und Anpassungshilfen für ärmere Länder vorzusehen.

Blair, dessen Heimat oft als europaskeptisch kritisiert wird, setzt sich in dem Gastbeitrag für eine starke politische Rolle der EU ein: „In der heutigen, durch gegenseitige Abhängigkeiten gekennzeichneten Welt brauchen wir die Europäische Union. Wir brauchen sie nicht nur in ihrer Eigenschaft als Wirtschaftsblock, sondern auch als politisches Bündnis. Eine lose Freihandelszone, wie sie von manchen Euro-Skeptikern unterstützt wird, könnte nie die gleiche Rolle spielen.“

Unter Anspielung auf die Konservativen in Großbritannien schreibt der Premier, die Aufgabe bestehe nicht darin, die EU zurückzuschrauben, sondern ihre Institutionen, ihre Macht und ihr diplomatisches Gewicht zu nutzen, um bei den internationalen Maßnahmen gegen den Klimawandel und in anderen Fragen die Führung zu übernehmen: „Europa kann etwas bewirken. Aber nur, wenn wir uns in Europa auf die Probleme konzentrieren, statt so zu tun, als sei Europa das Problem.“

Den vollständigen Gastbeitrag lesen Sie in der Dienstagsausgabe des Handelsblatts

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