Handelsblatt-Umfrage
Deutsche Top-Manager werden optimistischer

Die deutschen Spitzenmanager blicken optimistischer in die Zukunft als noch vor einem Jahr – und auch zufriedener auf die Standortbedingungen ihres Heimatlandes.

DÜSSELDORF. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Handelsblatts und der Unternehmensberatung Droege & Comp. unter führenden Managern aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Italien und Großbritannien. Verglichen mit den deutschsprachigen und geradezu euphorisch gestimmten Nachbarn aus Österreich und der Schweiz ist in der größten Volkswirtschaft der Euro-Zone die Stimmung unter den Top-Managern zwar nur verhalten optimistisch.

Innerhalb der letzten zwei Jahre aber hat Deutschland den größten Sprung nach vorne gemacht: Bei der Stimmung der Manager hinsichtlich der Bedingungen am nationalen Standort lag die Bundesrepublik Ende 2003 noch weit abgeschlagen an letzter Stelle. Die günstigen Bewertungen – Manager, die die Standortbedingungen als „gut“ oder „eher gut“ bezeichnen – haben sich seither bis Dezember 2005 fast verdoppelt.

Mit Abstand am besten ist die Stimmung in der Schweiz und in Österreich: Hier sind es nur kleine Gruppen (fünf beziehungsweise elf Prozent), die die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft im Land als „eher schlecht“ bezeichnen. 95 beziehungsweise 89 Prozent urteilen mit uneingeschränkt „gut“ oder zumindest „eher gut“.

Die europäischen Spitzenmanager wollen im kommenden Jahr mehr investieren. Mit einer Ausnahme: Großbritannien. Von der Insel gibt es Signale einer Stagnation, nachdem die dortige Wirtschaft noch vor einem halben Jahr eine Spitzenposition einnahm. In Italien und Frankreich will jeweils gut die Hälfte der Firmen die Investitionen im kommenden Jahr erhöhen, sieben beziehungsweise acht Prozent wollen sie verringern, rund ein Drittel konstant halten.

Gefragt nach den Regionen, in denen sie in den kommenden zwölf Monaten investieren wollen (Mehrfachnennungen möglich), haben die Spitzenmanager genaue Vorstellungen. Der Anteil der Führungskräfte, die im eigenen Land Investitionen planen, reicht von 61 Prozent in Italien und Österreich, über 66 Prozent hier zu Lande bis hin zu 69 Prozent in Frankreich und gar 71 Prozent in der Schweiz. Einzige Ausnahme wiederum: Großbritannien. Nur 40 Prozent der britischen Spitzenmanager wollen 2006 in den heimischen Standort investieren.

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