Handelsstreit Wein, Schwein, Aluminium – China will Zölle auf US-Güter erheben

China plant als Reaktion auf erhöhte Zölle der USA seinerseits Importzölle auf US-Güter. Diese sollen einen Umfang von drei Milliarden Dollar haben.
Update: 23.03.2018 - 01:41 Uhr 4 Kommentare

„Wer es drauf anlegt, bekommt unsere Antwort“ – China droht Trump

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PekingAls Reaktion auf milliardenschwere Strafzölle der USA will China mit Handelsstrafen gegen Washington antworten. Geplant sind Zölle im Umfang von drei Milliarden Dollar, wie das Pekinger Handelsministerium am Freitag mitteilte.

Auf US-Schweinefleisch soll demnach ein Einfuhrzoll in Höhe von 25 Prozent erhoben werden. Für Stahlrohre, Früchte und Wein sind Zölle in Höhe von 15 Prozent vorgesehen. Das Handelsministerium rief die USA dazu auf, den Handelskonflikt noch durch Gespräche zu lösen.

Zuvor hatten die USA angekündigt, ihren Rivalen China mit milliardenschweren Strafzöllen belegen zu wollen. US-Präsident Donald Trump unterzeichnete am Donnerstag ein entsprechendes Dekret und begründete dies mit unfairen Handelspraktiken und Diebstahl geistigen Eigentums durch China. Das Paket werde Zölle und andere Maßnahmen im Volumen von etwa 60 Milliarden US-Dollar enthalten, sagte Trump.

Trumps Handelsbeauftragter Robert Lighthizer soll die Zölle binnen 60 Tagen ausarbeiten. Er soll auch eine umfangreiche Liste mit allen betroffenen Produkten vorlegen.

Trump sagte, man sei mit China in Verhandlungen. Das Handelsdefizit mit China werde sich durch die Maßnahmen sofort um 100 Milliarden US-Dollar reduzieren. Die Zeiten seien vorbei, in denen China auf Kosten der USA wirtschafte.

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  • dpa
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4 Kommentare zu "Handelsstreit: Wein, Schwein, Aluminium – China will Zölle auf US-Güter erheben"

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  • Herr Udo Schäfer,

    Agrargüter der USA könnten durchaus auf dem Verhandlungsweg mit der EU zukünftig in der EU zum Nutzen (preislich) der Bürger ausgeführt werden.

    Vielleicht lohnt sich auch das Nachdenken über die Gründe von Trump's handeln.

    Richtig ist zwar, dass die in den USA ersatzweise hergestellten Güter in den USA teurer werden - aber um den Preis zusätzlicher Arbeitsplätze für den kleinen Mann.

    Was wäre Ihnen als Arbeitsloser lieber? Arbeitslos zu sein und etwas preiswerter konsumieren zu können? Oder einen Job zu haben und dafür etwas teurer beim Einkauf zu zahlen?

    Schauen Sie mal nach Russland, was da die westlichen Sanktionen bewirkt haben. Die russische Wirtschaft steht inzwischen besser da als vor den Sanktionen. Wem hat es geschadet?

  • "Wieso 15% auf Stahlrohre?"

    Vielleicht werden die auf aus den USA kommenden Geschosse erhoben :)

  • Die Chinesen werden künftig noch mehr Gold und weniger US-Staatsanleihen kaufen.
    Damit werden die Zinsen steigen. Die US-Finanzindustrie muss gewaltige Abschreibungen vornehmen. Es kann zu Lieferengpässen bei in China hergestellten elektronischen Bauteilen kommen, die für die US-Rüstungsindustrie relevant sind. Weiße Ware und Unterhaltungselektronik wird für den US-Konsumenten deutlich teurer. Wo sollen bestimmte US-Agrargüter denn verkauft werden, die in China nicht zu verkaufen sind? Investitionen in den USA sind wohl doch mit einem politikinduzierten Zusatzrisiko behaftet, das durch die US-Ratingagenturen nicht abgebildet wird. Können die USA sich das überhaupt leisten?

  • Wieso 15% auf Stahlrohre? Importiert deu USA auch Stahlprodukte nach China? Trump wirft doch China vor die Welt mit billigen Stahl zu fluten? Glaube Trump macht es sich zu einfach, das Handelsgeflecht scheint komplexer zu sein, als er meint zu glauben.

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