Handelsverkehr
Iran soll atombetriebene Schiffe einsetzen

Einem Bericht zufolge soll der Iran planen, atombetriebene Handelsschiffe einzusetzen. Grund seien die Sanktionen gegen das Land, so die Nachrichtenagentur Mehr.
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TeheranDer Iran soll nach einem neuen Gesetzesentwurf atombetriebene Handelsschiffe einsetzen und sie mit Kernbrennstoff betanken. Ein Ausschuss des iranischen Parlaments habe dem Entwurf zugestimmt, über den nächste Woche im Abgeordnetenhaus debattiert werden solle, sagte der Abgeordnete Mohammad Bajatian laut einem Bericht der halbamtlichen Nachrichtenagentur Mehr am Sonntag. Wegen Sanktionen gegen das Land müsse der Iran auf anderen Treibstoff für seine Öltanker und ähnlich große Schiffe zurückgreifen.

Atombetriebene Schiffe, die keine Kriegsschiffe sind, gelten als selten. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat atombetriebene Handelsschiffe als unwirtschaftlich bezeichnet.

Teheran arbeitet eigenen Angaben zufolge bereits an einem Atom-U-Boot. Der Westen verdächtigt den Iran, mit seinem Atomprogramm den Bau von Atomwaffen anzustreben. Teheran bestreitet die Vorwürfe.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Handelsverkehr: Iran soll atombetriebene Schiffe einsetzen"

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  • Hi Hagbard...Die Wirksamkeit einer Plutoniumbombe beruht auf einer sehr gleichmässigen Verdichtung des met. Plutoniums während der Zündung. Eine der wesentlichen technischen Herausforderungen beim Bau von Plutoniumbomben ist die Metallurgie. Metallisches Pu hat eine sehr schlechte Wärmeleitung und erfährt mehrere Phasenumwandlungen beim abkühlen. Dadurch ist es sehr schwer lunker und rissfrei zu giessen.

    Weiterhin bedarf es neben eines Reaktors auch einer Wiederaufbereitungsanlage.

    Ich meine, dass es für den Iran einfacher ist Uran hoch anzureichern.

    Vandale

  • So ganz glaube ich das nicht.

    Israel führt keine heissen Tests durch, also kann man mal davon ausgehen das die Waffen nach geklauten US Plänen gebaut sind. Ausserdem investieren die USA Unsummen in die Nuklearrüstung, von auch nur näherungsweise gleichem technischen Stand kann nie und nimmer die Rede sein.

    Ihren Satz über das alte Testament finde ich niedlich, Sie wären ein guter Diplomat geworden. So gelangte damals ja auch eine Menge Information in die UDSSR.

    Von Plutonium gibt es wohl auch eine Reihe Isotopen die je nach Konstruktion der Reaktoren in unterschiedlicher Konzentration in den abgebrannten Brennstäben auftreten. Das ist interessant und war mir nicht bewusst.

    Sie haben recht, meine technischen Kenntnisse liegen in Bereich der Elektronik.

    Ich unterstelle aber mal leichtfertig an dieser Stelle das es bei einem breit angelegten Nuklearprogramm überhaupt kein Problem ist den einen oder anderen Reaktor zu bauen dessen abgebrannte Brennstäbe hauptsächlich bombentaugliches Plutonium produzieren.

    Was wurde eigentlich aus dem deutschen Plutonium und warum haben sich die Ami´s an dem geplanten Verkauf an China so hochgezogen ?

  • Hi Hagbart..ich meine, dass Ihnen die Thematik zu der Sie sich äussern fremd ist.

    Ein Plutoniumbombe ist technisch wesentlich schwieriger zu bauen als eine Uranwaffe. Das Risiko einer Fehlzündung ist wesentlich grösser. Deshalb hatte sich beispielsweise Südafrika für Uran entschieden. Im Fall des Irans wäre hochangereichertes Uran naheliegend.

    Deshalb hat sich die USA auch nur wenig gegen die Inbetriebnahme des Kernkraftwerks in Busher geäussert und umso mehr gegen die Inbetriebnahme einer Urananreicherung.

    Israel profitiert davon, dass ein grosser Teil der Kernforscher der ersten Generation in den USA das Alte Testament als massgeblich betrachtete (ich hoffe Sie verstehen diesen Satz) und steht technisch wahrscheinlich kaum den USA nach.

    Deutschland erhielt für seinen Schneller Brüter KNKII Prototypen zunächst bombengeeignetes Plutonium aus den USA und GB. Später erhielt D meist für den Bombenbau weitgehend ungeeignetes Reaktorplutonium aus Frankreich. Aufgrund der genauen Plutoniumbuchführung liebäugelte man in D mit Np237 als Bombenmaterial.

    Reaktorplutonium aus Leichtwasserreaktoren ist zum Bombenbau sehr ungeeignet. Gem. Prof. Seifritz ist zwar in jedem Fall eine Wirkung grösser als die der chemischen Zündladung zu erwarten..was aber kaum im Verhältnis zum Aufwand steht.

    Vandale

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