Handwerks- und Handelsverband
Griechenland vor Pleiteweile bei Kleinunternehmen

Griechenland steckt weiter knietief in der Krise: Bis zum Jahresende dürften laut einer neuen Studie weitere 40.000 kleine und mittelständische Unternehmen pleite gehen. 90.000 Beschäftigte wären betroffen.
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AthenDie siechende griechische Wirtschaft kommt nicht auf die Beine. Bis zum Jahresende dürften laut einer neuen Studie landesweit weitere 40.000 kleine und mittelständische Firmen mit rund 90.000 Beschäftigten pleitegehen. Bereits im ersten Halbjahr hatten in dem überschuldeten Euro-Staat, der seit Jahren in der Rezession steckt, 55.000 Kleinunternehmen dicht machen müssen.

Für die am Dienstag veröffentlichte Befragung im Auftrag des Handwerks- und Handelsverbands GSEVEE wurden landesweit zwischen dem 10. und 16. Juli rund 1200 Kleinunternehmer befragt. Drei von vier gaben an, ihre Lage sei noch schlechter als im Vorjahr.

Zwei Drittel haben Kurzarbeit angeordnet und/oder die Gehälter gekürzt. Studienleiter Odyseas Drivalas sagte, die Befragten hätten mehrheitlich den Eindruck, dass sich „die Krise weiter verschlimmert - und zwar immer schneller“.

Die Regierung unter Ministerpräsident Antonis Samaras hat versprochen, dass die Rezession kommendes Jahr endet. Zurzeit liegt die Arbeitslosenquote bei 27,6 Prozent. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hatte zuletzt mit der Feststellung im Bundestagswahlkampf für Aufregung gesorgt, dass Griechenland nach 2014 ein weiteres Hilfspaket brauchen werde.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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  • "Die Regierung unter Ministerpräsident Antonis Samaras hat versprochen, dass die Rezession kommendes Jahr endet."

    Na, das ist doch erfreulich!

    Die Berichterstattungen zu Pleite-Ländern übertreffen jeden Kabarettisten.

  • "Die siechende griechische Wirtschaft kommt nicht auf die Beine."
    Wirtschaft? Griechenland ist ein Aggrarland, welches dank unserer "Hilfskredite" - sollte eigendlich "Geldgeschenke" heißen, da diese sowieso nie zurückgezahlt werden, - auf dem Niveau eines Industrielandes lebt. Und das funktioniert nunmal nicht!
    Die Griechen sind Schaf- und Ziegenhirten, ihre Produkte sind Oliven (die sie aber nicht selbst weiterverarbeiten sondern nach Italien "exportieren") und Schafskäse (Feta).
    Aber sie haben jetzt ein neues Geschäftsmodell: Das jammern!

  • "Die Regierung unter Ministerpräsident Antonis Samaras hat versprochen, dass die Rezession kommendes Jahr endet."

    Diese Prognose gilt übrigens schon seit mehreren Jahren. Es ist immer im nächsten Jahr.

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