Hannover-Messe
Merkel kommt Indien im Atomstreit entgegen

Kanzlerin Angela Merkel hat nach einem Gespräch mit dem indischen Premierminister Manmohan Singh ein Einlenken in der Debatte um das indisch-amerikanische Atomabkommen angedeutet. Die Bundesregierung sieht Indien als strategischen Partner und will die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen massiv ausbauen.

HB/ink HANNOVER. „Falls der Prozess so weitergeht, können wir die nukleare zivile Kooperation mit Indien intensivieren“, sagte Merkel. Singh habe ihr versichert, dass sich sein Land der Nichtverbreitung von Nukleartechnologie verpflichtet fühlt. Der Vertrag zwischen den USA und Indien erkennt Indien faktisch als Atommacht an, obwohl das Land sich internationalen Kontrollen nicht voll unterwirft.

Singh betonte, sein Land sei zwar nicht Mitglied des Atomwaffensperrvertrags, aber es habe eine makellose Bilanz. Indien sei eine verantwortungsvolle Nuklearmacht, die eine Politik verfolge, Nuklearwaffen nicht für den Erstschlag einzusetzen, und die dafür sorge, dass Nuklearmaterial nicht weitergegeben werde.

Bei dem Treffen im Rahmen der Hannover-Messe beschlossen die beiden Regierungschefs deswegen gestern unter anderem eine Verstärkung der Forschungs- und Wirtschaftskooperation. Außerdem vereinbarten sie ein bilaterales Energieforum.

Am Abend eröffneten Merkel und Singh gemeinsam die Hannover-Messe. Die aufstrebende Wirtschaftsnation Indien ist in diesem Jahr Partnerland der Industrieschau. Die Messe öffnet am Montag ihre Tore für Besucher. Bis Freitag zeigen rund 5 200 Aussteller ihre Produkte. Schwerpunkte sind die Bereiche Automation und Energietechnik.

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