Hassprediger
Großbritannien liefert Abu Hamsa an USA aus

Der radikale muslimische Prediger Abu Hamsa al-Masri und weitere Terrorverdächtige sind nach einem langjährigen Rechtsstreit an die USA ausgeliefert worden. Am Freitagabend wurden die Verdächtigen in die USA geflogen.
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LondonDer radikale Islamist Abu Hamsa al-Masri hat seinen achtjährigen Kampf gegen eine Auslieferung an die USA verloren. Großbritannien übergab den 54-jährigen, einäugigen Extremisten in der Nacht zu Samstag den US-Behörden. Er saß bislang in einem Hochsicherheitsgefängnis in Zentralengland ein. Von dort wurde er unter strenger Bewachung zu einer US-Militärbasis gebracht und in ein Flugzeug in die USA gesetzt.

Zuvor hatte ein Londoner Gericht sein Ersuchen abgewiesen, die Auslieferung zu untersagen. Er hatte argumentiert, er sei nicht reisefähig. In den USA droht Abu Hamsa ein Verfahren wegen Unterstützung des Islamisten-Netzwerkes Al-Kaida, Hilfe bei einer Entführung im Jemen sowie der Planung eines Trainingslagers für islamische Extremisten in den USA.

Der unter dem Namen Mustafa Kamel Mustafa geborene Mann war in den 1970er Jahren als Student nach Großbritannien gekommen, heiratete eine Britin und war zeitweise als Türsteher in Diskotheken tätig. Mit seiner anti-westlichen Rhetorik soll er auch die Attentäter der Anschläge vom 11. September 2001 inspiriert haben. Abu Hamsa sagt von sich selbst, er habe ein Auge und beide Arme in Afghanistan verloren, als er für eine humanitäre Sache im Dienst war. Die Behörden werfen ihm vor, er habe in den 1980er Jahren dort für die islamischen Gotteskrieger Mudschahedin gegen die Sowjetunion gekämpft.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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