Haushaltspolitik
Japan will Mehrwertsteuer deutlich anheben

In Japan soll die Mehrwertsteuer bis 2013 um drei Prozent steigen. Die Erhöhung ist in zwei Etappen vorgesehen. Das Land kämpft derzeit gegen die Langzeitfolgen des Erdbebens und will seinen Haushalt konsolidieren.
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Tokio

Japan erwägt einem Zeitungsbericht zufolge die Anhebung der Mehrwertsteuer in zwei Etappen. Zunächst solle die Steuer von derzeit fünf Prozent auf sieben bis acht Prozent im Jahr 2013 steigen, berichtete die Wirtschaftszeitung "Nikkei" am Mittwoch.

Bis 2015 solle sie dann auf zehn Prozent angehoben werden. Mit den Einnahmen sollten die steigenden Sozialversicherungskosten ausgeglichen werden, berichtete das Blatt. Es wird erwartet, dass die Regierung am Donnerstag ihre Pläne für eine Steuer- und Sozialversicherungsreform vorstellt. Japan muss der Zeitung zufolge bis März 2016 rund 33 Milliarden Dollar mehr für seine Sozialversicherungsprogramme ausgeben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Haushaltspolitik: Japan will Mehrwertsteuer deutlich anheben"

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  • Hallo,

    ich gehe davon aus, dass die Berechnung und Abführung der Umsatzsteuer, ähnlich wie bei uns in Deutschland, von statten geht.

    Innerhalb der Unternehmen konkurrieren die Arbeitnehmer mit den Maschinen und werden vielfach von diesen ersetzt. Wenigen ist wohl bewußt, dass durch die Umsatzsteuer, welche der Arbeitnehmer mit seinem Konsum zu tragen hat und für die er deshalb auch einen entsprechenden Lohnausgleich fordert, seine Arbeit gegenüber der einer Maschine verteuert. Investiert ein Unternehmer in eine Maschine, so zahlt er zwar zunächst die darauf liegende Mehrwertsteuer, erhält diese allerdings dann vom Finanzamt wieder zurück bzw. darf diese mit der zu zahlenden Mehrwertsteuer verrechnen. So verteuert sich die menschliche, gegenüber der maschinellen Arbeit.

    Durch ein wachsendes Heer an Arbeitlosen sind die Unternehmer in der Lage die Löhne zu drucken. Wer aber kommt nun zur Zahlung der Umsatzsteuer auf? Der Staat über Hartz IV, Wohngeldzuschuss, Kindergeld, etc.. Erst wenn die Umsatzsteuer "verkonsumiert" wurde, erhält der Staat sein eingesetztes Geld zurück.

    Die Umsatzsteuer ist keine Möglichkeit um die steigenden Sozialversicherungskosten auszugleichen. Sie belastet den Staat und die Bürger. Deshalb fordere ich die Abschaffung der Umsatzsteuer und Einführung einer prozentual einheitlichen Besteuerung der Gewinne, Arbeitnehmerentgelte und Abschreibungen.

    Brigitte

  • Unterschied zwischen Prozent und Prozentpunkten!

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