Heimkehr bereits am Mittwoch
Deutsche Irak-Geiseln sind wieder frei

Auch die zweite Geiselnahme deutscher Staatsbürger im Irak hat ein glückliches Ende genommen: Nach 13 Wochen in der Hand von Kidnappern sind die zwei sächsischen Ingenieure nach Angaben der Bundesregierung in Sicherheit.

HB BERLIN. „Ich freue mich sehr, Ihnen mitzuteilen, dass die beiden entführten Leipziger Thomas Nitzschke und Rene Bräunlich seit heute wieder in Freiheit sind“, sagte Außenminister Frank-Walter Steinmeier in Santiago de Chile. Nach mehr als drei Monaten unter menschenunwürdigen Bedingungen seien sie jetzt in sicherer deutscher Obhut im Irak. Ihnen gehe es den Umständen entsprechend gut.

Der Leiter des Krisenstabes im Auswärtigen Amt, Staatssekretär Reinhard Silberberg, kündigte am Abend in Berlin an, die beiden Männer aus der Nähe von Leipzig würden voraussichtlich bereits am frühen Mittwochnachmittag nach Deutschland zurückkehren. Einzelheiten zu den Umständen der Freilassung teilten weder Steinmeier noch Silberberg mit.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der für den Aufbau Ost zuständige Minister Wolfgang Tiefensee - der zuvor Oberbürgermeister Leipzigs war - äußerten sich erleichtert und bedankten sich bei Angehörigen, Kollegen sowie den Menschen in der Region Leipzig für ihre Solidarität mit den beiden Sachsen.

Bräunlich und Nitzschke waren am 24. Januar auf dem Weg zu einer Fabrik in der Stadt Baidschi nördlich von Bagdad entführt worden. In mehreren über den Fernsehsender Al-Dschasira ausgestrahlten Videos forderten die Entführer die Bundesregierung auf, ihre Zusammenarbeit mit der Regierung in Bagdad zu beenden. Andernfalls würden die Geiseln ermordet.

Bräunlich und Nitzschke baten die Regierung in einem der Videos, alles für ihre Freilassung zu tun. Merkel, Steinmeier, der Chef der beiden Techniker und Familienangehörige hatten zum Teil ebenfalls über Al-Dschasira an die Entführer appelliert, sie freizulassen. In der Leipziger Nikolaikirche fanden wiederholt Mahnwachen für die beiden Männer statt. Bei den Entführern handelt es sich laut einem auf einem der Videos gezeigten Spruchband um die radikalislamische Gruppe Ansar Al-Tauhid Wa-Sunna.

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