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Heimliche Hilfe: Milliarden für Zyperns Banken

exklusivZypern braucht die Hilfe Europas. Doch die Regierungen zögern. Dagegen hilft Zyperns Notenbank mit Krediten über zehn Milliarden Euro. Bei einer Staatspleite könnte der Verlust bei den anderen Euro-Notenbanken landen.

Der Bankensektor belastet Zyperns Finanzen massiv. Quelle: dpa
Der Bankensektor belastet Zyperns Finanzen massiv. Quelle: dpa

Brüssel/BerlinWährend Europas Regierungen mit der Rettung Zyperns und seiner Banken noch zögern, hilft die dortige Notenbank den Finanzhäusern mit Notkrediten in Milliardenhöhe. Die Summe dieser so genannten „Emergency Liquidity Assistance“ (Ela) liegt bei 9,4 Milliarden Euro. Diese für das kleine Land hohe Summe geht aus einer Statistik von Zyperns Zentralbank hervor. Sie vergibt die Notkredite, ist dabei allerdings auf die Duldung der EZB angewiesen, die bei der Ela-Vergabe ein Veto-Recht hat.

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Von SPD und Grünen kommt Kritik an dem massiven Ela-Einsatz, mit dem die zypriotischen Banken über Wasser gehalten werden. „Die EZB springt mal wieder auf intransparente Weise ein“, sagte Grünen-Finanzexperte Gerhard Schick dem Handelsblatt. Und die SPD macht dafür Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU) verantwortlich. Beide hätten sich seit dem Hilfsantrag von Zypern vor einem halben Jahr nicht um die Probleme gekümmert.

Schwarzgeld Retter für russische Milliarden gesucht

Reiche Russen haben bei zyprischen Banken rund 20 Milliarden Euro gebunkert – jetzt sollen die strauchelnden Geldinstitute mit EU-Steuergeldern rekapitalisiert werden. Europas Politiker ärgert aber noch mehr.

„Infolge ihrer Untätigkeit muss nun wieder die EZB über die Ela in Zypern einspringen“, sagte SPD-Chefhaushälter Carsten Schneider. „Damit werden aber die Risiken der Bankenfinanzierung auf die Steuerzahler in Europa umverteilt.“ Formal trägt zwar nur Zyperns Zentralbank das Ausfallrisiko für die Ela-Mittel, die sie gewährt. Doch bei einer Staatspleite könnten die Verluste letztlich doch bei den anderen Euro-Notenbanken landen, fürchten Kritiker.

  • 07.03.2013, 09:37 Uhrcashca

    Da haben sie recht, Merkel ist der beste Helfershelfer, die richtige person zur richtigen zeit für die wahren Ziele der EU.
    die EU hat sich zur Verbrecherorganisation entwickelt.
    Alle Länder werden in Schulden getrieben, die Ganoven aller arten treiben ihr Unwesen, alles ist mittlerweile "SYSTENRELEVANT" und die Deutschen zahlen und zahlen während andere prassen nach Herzenslust.
    Schwarzgeldmafiosos aller Welt .... kommt in die EU," da werden sie geholfen."
    Hier ist alles möglich, hier werdet ihr reich.
    Der normale Arbeitnehmer/ Bürger schuftet für alle, auch für eure wundersame Geldvermehrung.
    Wir geben euch das Geld, damit ihr damit auch unsere Infrastruktur kaufen könnt, solange, bis uns nichts mehr gehört, bis wir von euch abhängig sind.
    Merkel, wir danken dir, du hast deinen Auftrag bis jetzt ausgeführt, du wirst es weiter tun.
    Wer jetzt noch nicht begreift, was da läuft, dem ist nicht zu helfen,
    Wer im Sept. immer noch dieselben wählt, der bestätigt diesen Kurs.
    Wir werden systematisch enteignet, zu Dauerzahlern gemacht, bis wir aus dem letzten Loch pfeifen.
    Wenn die Deutschen das immer noch nicht kapieren, dann bekommen sie , was sie verdienen. Wir bekommen Verhältnisse, die sich manche noch gar nicht vorstellen können.
    Die Weichen dafür sind gestellt, die Diktatoren aus Brüssel wollen das so.
    Die kommende Wahl ist die letzte Möglichkeit, diese durchtriebene und verlogene Seilschaft abzuwählen. Schlechter kann es nicht werden, wir müssen es versuchen.
    Ansonsten sind wir selber schuld an dem, was wir dann zu erwarten haben.


  • 16.01.2013, 14:23 Uhrsommer

    Das Grundproblem ist nicht die überhastete Erweiterung der EU. Das Grundproblem
    ist die EU selbst und deren korrupter und Geld vernichtender Beamtenapparat.
    Im übrigen warte ich auf das Versprechen der Politiker, Europa werde Wohlstand und Frieden bringen immer noch.

  • 16.01.2013, 14:19 Uhrmargrit117888

    B.Giertz
    genau so ist es.
    Aber wer seit Jahren (seit Rot-Grün) solche unfähigen Politiker udn vor allem deutschfeindliche Politiker hat, wie wir, braucht sich nicht wundern

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