Heiße Spur
Pakistan nimmt Bin Laden ins Visier

Eine Reihe von El-Kaida-Kämpfern ist dem pakistanischen Militär in die Hände gefallen. Daraus habe sich ein heiße Spur zu Osama bin Laden gegeben, hieß es.

HB ISLAMABAD/KABUL. Pakistan nimmt den Terroristen-Anführer Osama bin Laden stärker ins Visier. Laut einem Bericht der pakistanische Zeitung „The News“ vom Donnerstag wurden hunderte Soldaten an die afghanische Grenze verlegt. Das Blatt zitierte Innenminister Faisal Saleh Hayat mit den Worten, der genaue Aufenthaltsort Bin Ladens sei zwar nicht bekannt, aber „die Schlinge zieht sich zu“. Durch die Festnahme von Kämpfern der El Kaida hätten sich Spuren ergeben.

Aus der Regierung der Nordwest-Grenzprovinz und dem Militär habe es allerdings geheißen, bei den Truppenbewegungen handele es sich um „eine normale Übung“, berichtete die Zeitung. Immer wieder wurde darüber gemutmaßt, dass sich Bin Laden im bergigen und unwegsamen Grenzgebiet zwischen Afghanistan und Pakistan aufhält. Fast zwei Jahre nach den Anschlägen von New York und Washington ist es den US-geführten Koalitionskräften in der Region noch nicht gelungen, Bin Laden dingfest zu machen.

Erneut wurde unterdessen ein Stützpunkt der Koalitionstruppen mit Raketen angegriffen. Niemand sei getötet oder verletzt worden, als die drei Raketen am Donnerstagmorgen nahe des Camps in der ostafghanischen Provinz Paktia einschlugen, teilte das US-Militär in Bagram nördlich von Kabul mit. In Paktia setzten Koalitionssoldaten ihre Offensive gegen mutmaßliche Taliban-Kämpfer fort.

In den vergangenen drei Wochen wurden bei Kämpfen und Anschlägen besonders im Süden und Osten des Landes mehr als 220 Menschen getötet und 50 verletzt. Die Toten waren Kämpfer der radikal-islamischen Taliban, afghanische Regierungssoldaten, US-Truppen und Zivilisten.

Die Vereinten Nationen in der afghanischen Hauptstadt Kabul teilten mit, Afghanistan könne binnen zehn Jahren frei von Landminen werden. Voraussetzung sei, dass die Geberländer ihre Unterstützung aufrecht erhielten. Afghanistan gehört zu den am schlimmsten mit Minen verseuchten Ländern weltweit. Nach UN-Angaben werden dort jeden Monat rund 300 Menschen durch Minen getötet oder verletzt.

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