Herzprobleme
Jean-Marie Le Pen liegt im Krankenhaus

Jean-Marie Le Pen liegt im Krankenhaus. Der französische Rechtsextreme hat Herzbeschwerden, gibt jedoch Entwarnung: „Es geht mit gut.“ Für die Regionalwahlen wird der 86-Jährige jedoch vermutlich nicht aufgestellt.
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ParisWegen Herzbeschwerden ist der Gründer von Frankreichs rechtsextremer Front National (FN), Jean-Marie Le Pen, in ein Krankenhaus eingeliefert worden. „Es ist ein kleines Herzproblem, nichts sehr Ernstes“, sagte der 86-jährige Politiker am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP am Telefon. „Es geht mir gut.“

Der Krankenhausaufenthalt werde ihm die Möglichkeit geben, sich „auszuruhen“. Erst Ende Januar war der FN-Ehrenvorsitzende und Europaabgeordnete bei einem Brand in seinem Haus an Gesicht und Schulter leicht verletzt worden.

Der wegen rassistischer und antisemitischer Äußerungen mehrfach verurteilte Le Pen hatte die rechtsextreme Front National 1972 mitgegründet und dann vier Jahrzehnte lang geführt. Anfang 2011 trat er den Parteivorsitz an seine Tochter Marine ab.

Zuletzt kam es aber zum Zerwürfnis zwischen Vater und Tochter: Weil er zum wiederholten Male die Gaskammern der NS-Konzentrationslager als „Detail“ der Geschichte bezeichnete, brach die Parteichefin mit dem 86-Jährigen und zwang ihn zum Verzicht auf eine Spitzenkandidatur bei den kommenden Regionalwahlen im Dezember. Marine Le Pen versucht ihrer Partei ein respektableres Ansehen zu geben und sie für eine breitere Schicht wählbar zu machen.

Die Front-National-Führung will am Freitag darüber entscheiden, wer bei den Regionalwahlen im Dezember die FN-Listen anführt. In der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur, in der Jean-Marie Le Pen antreten wollte, dürfte nun seine Enkelin Marion Maréchal-Le Pen aufgestellt werden. Die Nichte der Parteichefin ist mit 25 Jahren Frankreichs jüngste Abgeordnete.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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