Hilfe des Westens Geld und Waffen für die Gaddafi-Gegner

Noch wird in Libyen gekämpft - doch die internationale Gemeinschaft hat bereits für die Zeit nach einem möglichen Sturz Gaddafis geplant. Der Westen will den Rebellen helfen - mit Geld und Waffen.
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Clinton bei der Libyen-Konferenz in London: Hilfe ja, aber erst mal die Rebellen kennenlernen. Quelle: dapd

Clinton bei der Libyen-Konferenz in London: Hilfe ja, aber erst mal die Rebellen kennenlernen.

(Foto: dapd)

LondonMit vereinter Stimme hat die internationale Gemeinschaft ihre Unterstützung für ein demokratisches Libyen nach Machthaber Muammar al-Gaddafi demonstriert. Nach Angaben von US-Außenministerin Hillary Clinton könnte bald internationale Finanzhilfe an die Übergangsregierung in Libyen fließen. "Der Übergangsrat braucht Finanzhilfen, um arbeitsfähig zu bleiben", sagte Clinton zum Abschluss einer internationalen Libyen-Konferenz am Dienstag in London.

Auch eine Bewaffnung der Opposition sei durch die Resolution 1973 des Sicherheitsrats nicht ausgeschlossen. Darüber sei in London aber nicht gesprochen worden, sagten sowohl Clinton als auch ihr britischer Amtskollege William Hague. Clinton betonte aber auch, dass noch Informationen über die libysche Opposition fehlten. "Wir lernen sie gerade erst kennen", sagte die US-Außenministerin. Zuletzt waren Gerüchte aufgekommen, dass sich unter die libyschen Rebellen auch terroristische Kräfte gemischt haben könnten.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle drang auf eine politische Lösung. Die Konferenz stimmte darin überein, dass sich künftig eine internationale Kontaktgruppe um eine neue politische Ordnung nach Ende des Militäreinsatzes kümmern soll, hieß es in einer Abschlusserklärung. Gaddafi wurde erneut zu einer "sofortigen Waffenruhe" aufgefordert.

An der Konferenz hatten sich rund 35 Nationen und internationale Organisationen wie Vereinte Nationen, Nato, Arabische Liga und Afrikanische Union beteiligt. Mit dabei war auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. Auch Vertreter des Übergangsrates der libyschen Regimegegner waren für Gespräche in London. Obwohl sie nicht offiziell an der Konferenz teilnahmen, ttrafen sich sowohl Clinton als auch Hague und Westerwelle mit den Oppositionsführern.

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6 Kommentare zu "Hilfe des Westens: Geld und Waffen für die Gaddafi-Gegner"

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  • Die Libyer benötigen weder Geld noch Waffen von den Westmächten.

    Der “wahnsinnige” Gaddafi hat 1980 ein riesiges Projekt zur Wasserversorgung für Libyen, Ägypten, Sudan und den Tschad begonnen und beinahe fertiggestellt. Es ist gefährlich, ohne einen Cent der Weltbank und des IWF ein Projekt durchzuziehen, welches das Potential hat, ganz Nordafrika in einen blühenden Garten zu verwandeln. Das steht dem Ziel der Destabilisierung der Region entgegen, welche die Londoner City anstrebt, um die Weltdiktatur der Konzerne durchzusetzen. Am 01.09.2010 konnte der erste Großabschnitt des Projektes nach dreißigjähriger Planung und Bauzeit in Betrieb genommen werden. Das sind 5 Monate vor Beginn der Unruhen, also bevor das Projekt im wahrsten Sinne des Wortes Früchte tragen konnte.

    Gaddafi ist (oder war) die vielleicht wichtigste Figur in Nordafrika, denn es hat sein Land an die Spitze des afrikanischen Kontinents gebracht und die Erdöleinnahmen Libyens nicht in Paläste, Yachten und Fuhrparks gesteckt, sondern in sein Land investiert.

    Im Süden Libyens gibt es vier große Wasserreservoirs (Kufra basin, Sirt basin, Morzuk basin und Hamada basin), in denen 35.000 Kubikkilometer(!) Wasser lagern.
    Unterstellt man einen Abgabepreis von nur 2 Euro/Kubikmeter (den Globalisten werden sicherlich lukrativere Geschäftsmodelle einfallen), so beziffert sich der Wert dieser Wasserreservoirs höchster Güte auf 58 Billionen (58.000.000.000.000.-) Euro! Aber Hallo!
    http://www.hoerstel.ch/hoerstel/News/Eintrage/2011/3/20_Libyen__Sollte_ein_historisch_wichtiges_Wasserprojekt_gestoppt_werden.html

  • Nein Morchel,
    Deutschland muß noch eine weile beleidigte Leberwurst spielen, für die von der jüdisch amerikanischen Bankenelite geraubten Milliarden aus Deutschland. Der Stachel der verbbrieften Kreditderivate wird hier noch Jahrzehnte schmerzen.

  • gadafi hat vor ein ordentliches gericht zu erscheinen.kein exil er soll dableiben wir holen ihn ab. briten/franzosen/amerikaner,weitermachen,endlich ein schlussstrich ziehen.unter diese diesen brutalo hat das libysche volk keine lebenswerte zukunft.Den menschen dort muss geholfen werden.deutschland sollte unbedingt eine fahrkarte lösen und am nächsten bahnhof zusteigen.

  • Das steht nicht im Handelsblatt, aber zur Zeit in der Online-Ausgabe des 'Wall Street Journal':
    "US-Präsident Barack Obama sagte in seiner Montagsrede zu Libyen, dass seine Administration Wege suche, dem Nationalen Rat Zugang zu mehr als 30 Milliarden US-Dollar zu verschaffen, Geld aus Oberst Gaddafis Staatsfonds, das das US-Schatzamt kürzlich eingefroren habe." (eigene Übersetzung) jetzt wissen wir auch, wo die finanzielle Hilfe herkommen soll.
    Der Krieg nährt den Krieg, hat schon Wallenstein gesagt.

  • Gibt es bei dieser militärischen Intervention überhaupt so etwas wie eine Strategie?
    1. Ist es das Ziel der UNO-Resolution Gaddafi zu entmachten oder beschränkt sich das Mandat allein auf den Schutz der Zivilbevölkerung? Wenn letztes der Fall ist, wäre auch eine Lösung mit Gaddafi dankbar und die Diskussion der Nach-Gaddafi-Ära nichts als heiße Luft.
    2. Wenn Gaddafi Anhänger hat, was wohl unbestreitbar ist, dürfte klar sein, dass diese Anhänger Gegenstrategien zu den Luftschlägen ergreifen. Da mag man nach so lamentieren, dass es böse ist sich in Wohngebiete zurückzuziehen aber es ist Krieg und nicht Cricket. Wie will die internationale Gemeinschaft ohne Bodentruppen darauf reagieren?
    3. Falls die internationale Gemeinschaft die Rebellen mit modernen Waffen ausrüstet, wie kann dann kann verhindert werden, dass diese eine eventuelle militärische Übermacht dazu nutzen die Gaddafi-Anhänger zu massakrieren? Oder geht man davon aus, dass die Rebellen per Definition die Guten sind?

  • "Wir sind auch nicht neutral. Wir stellen uns gegen diesen Diktator, aber wir setzen auf einen politischen Prozess, auf eine politische Lösung, an deren Ende selbstverständlich eine freie und faire Selbstbestimmung des libyschen Volkes stehen muss.".....wie zynisch. Das was zählt sind Taten nich Sprüche. Früher hieß es......."mehr netto vom Brutto". Also mir wäre es peinlich dort so aufzutreten.

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