Hilfe für Atommacht
„Freundeskreis“ soll Pakistan stabilisieren

Nach dem verheerenden Anschlag in Islamabad wächst international die Besorgnis über eine politische Destabilisierung des Atomwaffenstaates Pakistan. Deshalb wollen die USA, China, Deutschland, einige andere EU-Staaten sowie Golfländer am Freitag am Rande der Uno-Vollversammlung in New York eine "Gruppe der Freunde Pakistans" gründen.

NEW YORK. In dem Kreis soll überlegt werden, wie man Land durch internationale Hilfe stabilisieren kann. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier kündigte an, dass auch Deutschland seine Hilfe etwa im Bildungssektor aufgestockt werde.Er hatte zuvor seinen pakistanischen Amtskollegen getroffen.

"Man muss nun nach Mittel für eine Beruhigung der Lage suchen", sagte Steinmeier. Die politische Lage in Pakistan sei mittlerweile ganz weit oben auf der internationalen Krisenagenda. Es gilt als wichtig, dass dem neuen "Freundeskreis" auch die islamischen Golfstaaten angehören. Diese verfügen über erhebliche Finanzmittel, um Projekte in Pakistan finanzieren zu können.

Seit Monaten wächst Sorge vor einer Destabilisierung in dem Land, in dem radikale Islamisten vor allem im Nordwesten auf dem Vormarsch sind. Dies wird aus zwei Gründen als ernstes Problem gesehen. Zum einen sorgt man sich, dass die Regierung in Islamabad nicht auf Dauer die Kontrolle über die Atomwaffen garantieren kann.

Zum anderen kommt Pakistan bei der Stabilisierung des Nachbarlandes Afghanistan eine zentrale Rolle zu. Ein großer Teil der Taliban-Kämpfer sickert aus Pakistan nach Afghanistan ein. Da die USA in den vergangenen Wochen zunehmend Militäraktionen gegen radikale Islamisten auch nach Pakistan ausgedehnt haben, führt dies zu Spannungen mit der Regierung in Islamabad. Auch am Donnerstag gab es einen erneuten Grenzzwischenfall. Nach pakistanischer Darstellung sollen zwei US-Hubschrauber die Grenze überquert haben und seien danach von pakistanischen Soldaten beschossen worden.

Steinmeier äußerte sich zufrieden, dass ihm sein pakistanischer Kollege versichert habe, Ziel der neuen Führung sei, die Beziehungen zu Afghanistan zu verstärken.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%