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Hilfsangebot an USA: Iran hält Ölpest-Bekämpfung für keine große Sache

Die US-Regierung vertraut nicht mehr vollständig darauf, dass der Öl-Konzern BP die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko in den Griff bekommt. Innenminister Salazar erklärte, das Unternehmen werde „beiseite geschoben“, wenn sich herausstelle, dass des das Leck nicht stopfen könne. Der Iran bote den USA erneut Hilfe an.

Die Öl-Pest wird immer bedrohlicher. Quelle: ap
Die Öl-Pest wird immer bedrohlicher. Quelle: ap

HB VENICE/HOUSTON. Es sei keine große Sache, das Leck am Bohrloch zu schließen, sagte ein hochrangiger Manager der nationalen iranischen Ölbohr-Gesellschaft. Der Iran selbst habe damit schon zu tun gehabt, vor allem nach der Bombardierung von Ölplattformen während des Kriegs mit dem Irak in den 80er Jahren. Die USA werden die Hilfe aber kaum annehmen, sind sie doch im Dauerstreit mit dem Iran über dessen Atomprogramm.

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Die USA hatten dem Energiekonzern BP zuvor damit gedroht, ihn von den Arbeiten zur Schließung des Bohrlochs auszuschließen und andere Firmen damit zu beauftragen. Sollte das Unternehmen seinen Worten keine Taten folgen lassen und das Leck nicht endgültig stopfen, werde es aus dem Weg gedrängt, warnte Innenminister Ken Salazar nach einem Besuch in der BP-Firmenzentrale in Houston.

BP lasse „Frist um Frist“ verstreichen. Salazar signalisierte, dass ein anderer Konzern aus der Branche die Federführung bei der Ölpest-Bekämpfung übernehmen könnte. Die Drohung aus Washington schickte die BP-Titel Montag auf Talfahrt: Die Titel brachen um bis zu 3,8 Prozent ein, womit sie zu den größten Verlierern in London gehörten.

Die Sorgen vor den Folgen der Ölpest für die Umwelt nahmen weiter zu. BP gestand am Montag ein, dass sich das Absaugen des Öls vom Leck schwieriger gestaltet als erwartet. Dem Unternehmen ist es eigenen Angaben zufolge in der vergangenen Woche gelungen, im Schnitt knapp 320 000 Liter (2010 Barrel) pro Tag mit einem Rohr aufzufangen. Bislang war von mehr als doppelt so viel die Rede. Die Informationspolitik von BP ist wiederholt in die Kritik geraten. Dem Unternehmen wird dabei auch vorgeworfen, das Ausmaß der Ölpest herunterzuspielen und zu vertuschen.

Unklar bleibt weiterhin, wieviel Öl genau seit der Explosion der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ am 20. April täglich ins Meer strömt. Im Gespräch sind rund 800 000 Liter. Einige Experten halten eine weit größere Menge für wahrscheinlich. Am Dienstag oder Mittwoch will BP versuchen, die Ölquelle in etwa 1600 Metern Tiefe zu verstopfen. Unterwasser-Roboter sollen mit Röhren und Schläuchen Schlamm in die Lecks pumpen. Sollte das scheitern, wollte BP die Quelle mit einer Geröll-Mischung aus Golfbällen, Reifenteilen und anderem Materialien stopfen.

  • 22.06.2010, 01:37 UhrAnonymer Benutzer: Melanie Gatzke

    iran bietet Hilfe an, das ist doch gut.
    Warum wird diese Hilfe nicht angenommen?
    Wartet man , bis die Region völlig verseucht ist?
    Es ist längst nicht mehr nur noch Sache von Obama un bP- es betrifft längst die Menschen dort und die halbe Welt.

    Da stimmt doch was nicht.
    Oder soll niemand erfahren, was manche bereits flüstern? Kanzelt man deshalb alle ab, auch die Journalisten? bin gespannt, wann mehr infos über den wahren Zustand die Runde machen. Noch halten sich die Medien bedeckt.

  • 27.05.2010, 01:39 UhrAnonymer Benutzer: Jonas

    > Das Loch sauber absägen und einen Stopfen/Korken drauf.

    Klar Mariana, machen Sie das mal mit ihrem Wasserrohr im Haus, welche gerade gebrochen ist (nicht mal 1500m tief), dann merken Sie vielleicht, welchen Unsinn Sie hier schreiben.

    Die Ölbohrer wissen, daß ein solcher Rohrbruch der grösste anzunehmende Unfall ist, und haben deswegen Verschlusstopfen drauf, die das Rohr abquetschen, wenn es darüber bricht. Man verbaut so was seit 40 Jahren, ohne daß man es ein mal benötigt hätte. Dummerweise hat das Teil nicht funktioniert.

    Es ist also der grösste möglcihe Unfall, der bP dort passiert ist. Wenn alles mit rechten Dingen zugeht, müsste bP nun insolvent sein. Aber es steht zu befürchten, daß bP von vielen Kosten freigestellt wird. Schliesslich hat die US-Regierung unter bush ein Gesetz erlassen, welches die maximale Haftung der Unternehmen auf 75 Mio US$begrenzt. Den Rest trägt der bürger. Wie bei der Finanzkrise, Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren.

    Die kapitalistische Welt gehört auf den Scheiterhaufen der Geschichte.

  • 27.05.2010, 00:52 UhrAnonymer Benutzer: Mariana Mayer

    Das Loch sauber absägen und einen Stopfen/Korken drauf.

    Funktioniert. Fragt sich nur wie es in 1500 m Tiefe bewältigt wird.

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