Hilfsgelder
Troika will Weg für neue Griechenland-Milliarden ebnen

Der Troika-Krimi um Griechenland nähert sich dem Ende. Bald könnten neue Milliarden nach Athen fließen. Bei der Bankenunion für sichere Finanzmärkte geht es in Marathonverhandlungen um wichtige Details.
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BrüsselDie internationalen Geldgeber wollen schon bald den Weg für neue Hilfsmilliarden an Griechenland ebnen. Die Troika-Überprüfung werde nach einem monatelangen Tauziehen voraussichtlich noch in dieser Woche abgeschlossen, verlautete am Montag am Rande eines Eurogruppen-Treffens in Brüssel.

Mehrere Finanzminister der Eurozone hätten das Krisenland ermahnt, endlich die Bedingungen der Troika zu erfüllen, berichteten Diplomaten. Dazu gehörten Reformen und Privatisierungen. Nach früheren Angaben stehen noch 10,1 Milliarden Euro an Hilfen für Athen bereit - ohne den Segen der Geldgeber können sie aber nicht fließen.

Die Troika mit Vertretern der EU-Kommission, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank berichtete den Ministern über die Lage. Die Prüfung hatte bereits im September 2013 begonnen, nach einem langen Ringen mit der Regierung in Athen hatten die Kontrolleure ihre Arbeit im Februar wieder aufgenommen.

Griechenland könne zurzeit seine laufenden Rechnungen bezahlen, berichteten Diplomaten. Im Mai stehe jedoch eine wichtige Schuldentilgung in Milliardenhöhe an - bis dahin müssten die neuen Hilfen fließen. Griechenland bekam von seinen Geldgebern Hilfsprogramme in einem Umfang von rund 240 Milliarden Euro.

Die Ressortchefs einigten sich laut einer Erklärung auch grundsätzlich darauf, Anfang April 150 Millionen Euro an Zypern auszuzahlen. Der in finanzielle Schieflage geratene Mittelmeerstaat hatte ein internationales Hilfsprogramm von 10 Milliarden Euro bekommen und befindet sich auf einem guten Weg.

Die Kassenhüter verhandelten auch über den Abschluss der europäischen Bankenunion. Diese Beratungen werden auf verschiedenen Ebenen in den nächsten Tagen fortgesetzt - dabei ist das zustimmungspflichtige Europaparlament einbezogen. Es geht insbesondere um einen wichtigen Pfeiler der Bankenunion: ein gemeinsames System zum Schließen oder zum Sanieren von Pleitebanken. Es gibt hier großen Zeitdruck, da die Legislaturperiode des Europaparlaments im Mai endet.

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Streit über Abwicklungsfonds für Pleitebanken

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  • Ja,in der Pleite von Deutschland !
    Davor warnte schon BP Christian Wulff in seiner berühmten LINDAUER REDE am 24.08.2011 vor den Ökonomie-Nobelpreisträgern. Deshalb wurde er bald danach aus dem Amt gemobbt.

  • "Griechenland bekam von seinen Geldgebern Hilfsprogramme in einem Umfang von rund 240 Milliarden Euro."
    Warum nicht die ganze Wahrheit sagen? Davon kamen 80 Mrd. vom Deutschen Volk. Vergeudet vom ESM-Gouverneur Dr. Wolfgang Schäuble auf Nimmerwiedersehen. Dabei ist das Griechische Volk viel reicher als wir. Ganz zu schweigen von der Griechisch-orthodoxen Staatskirche, die schon gar nicht mehr wohin mit ihrem Gold. Halb Griechenland gehört ihr an Grund und Boden. Und dann noch die reichste Bank Europas, die Trapeza Όρος Άθως, beliebt bei den russischen Oligarchen für ihre Schwarzgelder.

    Der Berg Athos gehört nicht zum steuerlichen Gebiet der Europäischen Union. Ideal als Steueroase und geeignet für jede Art von Geldwäsche.

    Staatsoberhaupt ist: Der griechische Ministerpräsident Andonis Samaras und das Außenministerium Griechenlands in politischen Aspekten
    und ...

    Also: Das griechische Staatsvolk ist reich genug, um seine selbstgemachten Staatsschulden selbst zu bezahlen.
    Die vielen Yachten und Villen am griechischen Mittelmeer, die kaum befahrenen Autobahnen, da könnten wir arme Deutschen richtig neidisch werden.
    Die Griechen sollen doch unsere ESM-Schulden abbezahlen... oder endlich aus dem Euro austreten, um ihn zu stabilieren. Und a Ruah is !

  • Ich frage mich: wie lange ist der "gute Weg" auf dem sich all die Pleiteländer befinden und wo endet dieser? In der Pleite von Deutschland?

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