Hilfsorganisation will Teile der Dokumente nicht veröffentlichen
Rotes Kreuz spricht von systematischer Folter

Die Misshandlung von Gefangenen im Irak waren dem Roten Kreuz zufolge so weit verbreitet, dass sie möglicherweise von der US-geführten Besatzungsarmee geduldet worden sind. Unterdessen hat sich auch US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld für die Misshandlung irakischer Gefangener im Abu-Ghoreib-Gefängnis entschuldigt.

HB GENF/WASHINGTON. In einem Bericht des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) ist von schwer wiegenden Verletzungen von Gefangenenrechten die Rede. Die Zeitung „Wall Street Journal“ hatte den Bericht in Auszügen veröffentlicht, und das IKRK bestätigte den Inhalt. Die Organisation werde die restlichen Teile des Dokuments aber nicht veröffentlichen, sagte ein IKRK-Vertreter.

In einigen Fällen könne man von Folter sprechen, insbesondere wenn in Verhören Geständnisse erreicht werden sollten, hieß es in dem Papier, das sich auf den Zeitraum zwischen März und November 2003 bezieht. Der Einsatz von Misshandlungen gehe weit über Ausnahmefälle hinaus. Das lege den Schluss nahe, dass es sich um eine „tolerierte Praxis“ der US-geführten Koalition im Irak handele.

Nach US-Präsident George W. Bush hat sich auch US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld für die Misshandlung irakischer Gefangener im Abu-Ghoreib-Gefängnis in Bagdad entschuldigt. „Was passiert ist, empfinde ich als entsetzlich“, sagte Rumsfeld am Freitag vor dem Streitkräfteausschuss des US-Senats in Washington. „Ich entschuldige mich zutiefst“, sagte der Verteidigungsminister, der unter Eid vernommen wurde.

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