Hilfspaket
IWF gibt Milliarden für Irland frei

Die irische Regierung scheint bei der Umsetzung ihrer Sanierungspläne erfolgreich. Laut Internationalem Währungsfonds zeigt die Wirtschaft des Landes Zeichen der Stabilisierung. Die nächste Kredittranche kann fließen.
  • 2

WashingtonDer Internationale Währungsfonds (IWF) hat die nächste Kredittranche für das krisengeschüttelte Irland freigegeben. Die Beteiligung des Fonds von 2,11 Milliarden Dollar sei abgesegnet worden, teilte der IWF am Freitag mit. Der Fonds lobte die Regierung in Dublin für ihre Umsetzung des Sparprogramms, mit dem die Haushalts- und Bankenkrise bewältigt werden soll.

Bislang hat der IWF 12,39 Milliarden Dollar an Irland im Rahmen des Rettungspakets ausgezahlt. Irland hat wegen seiner massiven Schuldenprobleme Hilfszusagen von der Europäischen Union und IWF in Höhe von 85 Milliarden Euro erhalten. Im Gegenzug muss das Land ein Sparprogramm zur Verringerung seines Haushaltsdefizits umsetzen.

Im Gegensatz zu den Problemen in Griechenland kamen aus Irland zum Wochenausklang beruhigende Signale: Das Land bleibt auf seinem Sanierungskurs im Plan, wie aus Statistiken des Dubliner Finanzministeriums hervorging. Demnach sank das Haushaltsdefizit im Vergleich zum Vorjahr um zwei Milliarden Euro, wenn die kostspieligen Geldspritzen für die kriselnde Bankenbranche des Landes ausgeklammert werden. Insgesamt belief sich das Minus in den ersten acht Monaten auf 20,4 Milliarden Euro und lag damit über dem Wert von 12,1 Milliarden ein Jahr zuvor. Die Erhöhung der Einkommenssteuer in diesem Jahr spülte Geld in die Staatskassen: Die Steuereinnahmen übertrafen die Zielmarke um ein Prozent.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Hilfspaket: IWF gibt Milliarden für Irland frei"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • hat das auch mal ein Ende mit diesen Schmarotzern

  • Irland gibt offen zu, dass es sich nur weiteres Geld von der EU zuschieben lässt, weil dies billiger als die eigene Aufnahme am Kapitalmarkt ist (wären nämlich 6 Prozent). Also schon wieder ein Abkassierer, der sich den den anderen Staaten durch sein Billigsteuermodell massiv schadet (z.B. Google: 8 Mrd Euro Umsatz in EU, 17 Mio Euro Steuern in Irland für Geschäft in ganz Europa) und sein eigenes Süppchen auf Kosten der Anderen kocht. Die EU ist in ihrer jetzigen Form gescheitert. Der Euro ist es auch.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%