Hilfsprogramm verlängert Der griechische Patient

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Die Finanzmärkte zeigten sofort, was sie von dieser Idee halten

Griechenland: Haushalt 2015 zu optimistisch gerechnet?

Griechenland: Haushalt 2015 zu optimistisch gerechnet?

Doch die Finanzmärkte zeigten sofort, was sie von dieser Idee halten: nämlich gar nichts. Die Rendite der zehnjährigen griechischen Staatsanleihe, die noch im August bei 5,5 Prozent lag, schoss auf nahezu neun Prozent. Aktuell liegt sie bei sieben Prozent. Damit ist Griechenland immer noch praktisch vom Markt ausgeschlossen. Pläne, noch vor Ende dieses Jahres mit einer dritten Bond-Auktion an den Finanzmarkt zu gehen, musste die Regierung bereits aufgeben. Auch von seiner Absicht, das IWF-Programm vorzeitig zu beenden, hat sich Samaras inzwischen stillschweigend verabschiedet.

Stattdessen beratschlagt die Athener Regierung mit dem Fonds und der EU über Stützungsmaßnahmen. Im Gespräch ist die Einrichtung einer Kreditlinie von rund zehn Milliarden Euro. Auf diesen Dispokredit, der zunächst für ein Jahr gewährt werden soll, könnte Griechenland zurückgreifen, wenn eine Refinanzierung am Markt nicht möglich ist. Die Hoffnung ist, dass dieses Sicherheitsnetz die Renditen der griechischen Bonds drückt und dem Land wieder einem Marktzugang eröffnet. Neues Geld brauchen die öffentlichen Gläubiger dafür nicht in die Hand zu nehmen. Aus dem zweiten Griechenland-Rettungspaket stehen noch gut elf Milliarden Euro zur Verfügung, die für die Rekapitalisierung der griechischen Banken vorgesehen waren, aber nicht benötigt wurden. Diese Mittel sollen umgewidmet werden.

Dafür ist allerdings die Zustimmung der Parlamente einiger EU-Länder erforderlich, auch die des Bundestages. Nicht nur deshalb drängt jetzt die Zeit. Voraussetzung für die Einrichtung der Kreditlinie ist ein erfolgreicher Abschluss der Troika-Verhandlungen. Doch die sind immer noch festgefahren. Die Troika misstraut dem gerade verabschiedeten Haushaltsplan und erwartet für 2015 eine Finanzlücke von 2,5 Milliarden Euro. Sie fordert zum Ausgleich Steuerhöhungen sowie Ausgabenkürzungen. Die Athener Regierung sträubt sich gegen Steuererhöhungen. Sie sagt: Es gibt keinen Fehlbetrag, die Rechnung geht auf. Prekär: Wenn kein Kompromiss gefunden werden kann, drohen nicht ausgezahlte Kreditraten von mehr als 16 Milliarden Euro zu verfallen, darunter auch die gut elf Milliarden, die für die Kreditlinie vorgesehen sind.

Um die Gelder zu retten und den Zeitdruck aus den Troika-Verhandlungen zu nehmen, hat die Eurozone der Verlängerung des laufenden Anpassungsprogramms zugestimmt. Griechenland wird damit die letzte Tranche von 1,8 Milliarden Euro aus dem Hilfsprogramm nicht mehr in diesem Jahr erhalten. Für Samaras ist diese Entwicklung eine politische Schlappe.

  • ghoe
  • dpa
  • rtr
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16 Kommentare zu "Hilfsprogramm verlängert: Der griechische Patient"

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  • Geschönte Zahlen in Griechenland
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    Es sei der erste ausgeglichenen Etat seit Jahrzehnten, jubeln die Griechen. Die Troika der EU geht von anderen Zahlen aus.

    Griechenland hat sich auch mit gefälschten Zahlen in den Euro Gemogelt. Damals mit Hilfe von Goldman Sachs.
    Jetzt jubelt Samaras. Die Eurokraten beraten aber schon über ein weiteres "Hilfspaket" für Griechenland.
    Griechenland ist und wird auch immer ein Fass ohne Boden sein. Auch noch 2050.

    Wir schreiben das Jahr 2050 ©
    Griechenland erhält "alternativlos" das 200. "Rettungspaket".
    Alle Griechen werden nach ihrem Schulbesuch sofort "verbeamtet" und in Pension geschickt.
    Als Pension gibt es dann 5.000€ netto (Steuern kennen die Griechen ja nicht) mit einer jährlichen Zuwachsrate von 10%.
    Die Deutschen arbeiten dann bis 85 und erhalten nur noch eine Mindestrente von 200€, zahlen 50% Steuern und neue Abgaben wurden "erfunden". (z.B. der "Griechensoli").
    Schöne neue Welt, bisher gab/gibt es das nur in "Endzeit-Filmen".

    "Im besten Fall sind lediglich die Milliarden weg, die Deutschland für die übrigen Euro-Länder und die mögliche Stützung des eigenen Bankensystems zur Verfügung stellen muss. Im schlimmsten Fall droht eine umfassende Euro-Krise, die auch die deutsche Wirtschaft empfindlich treffen würde."

  • @ herrn lukas schmidt

    genauso ist es !!!!!! aber den politis das zu sagen wäre sinnlos. sie hören, was das volk sagt, und das sagt nix oder grummelt am stammtisch oder bei den freunden. denn wer in diesem land hat schon ahnung von wirtschaft?!
    nicht umsonst wird ja verzweifelt angemahnt, an den schulen das fach wirtschaft zu etablieren oder zumindest auf aktuelle themen auszuweiten. nix passiert. und an alle pessimisten...nippon hat 250 % des bip schulden und lebt noch wunderbar.

  • Die BRD hat maßgeblich dazu beigetragen, dass wir solche Problem in der EWU haben. Sie ist Schuld, dass es Ländern wir Griechenland oder Spanien so schlecht geht.
    Dadurch dass in BRD die Reallöhne seit vielen Jahren nicht gestiegen sind, ist BRD wettbewerbsfähiger gegenüber ihren EU Partnern geworden. Mit der Folge, dass z.B. in Griechenland Produkte teurerer geworden sind und die Griechen ihre Produkte nicht mehr kaufen. Mit der Folge, dass die Binnennachfrage sinkt, mit der Folge eines Konjunkturabschwungs.
    Die idiotischen Kürzungen im Mindestlohnsektor oder Sozialausgaben tragen dann noch verstärkt dazu bei dass dem Land noch schlechter geht als zuvor. Die BRD verlangt diese Kürzungen von Griechenland die paradoxerweise die Lage noch verschlimmern. Eben diese BRD die einmal selbst in der Situation war und zwar nach dem ersten Weltkrieg als man von BRD etwas verlangt hat, dass Unmöglich war. Stichwort: Maiseilvertrag ,Reparationszahlungen

    In einem Wettbewerb gibt es immer zwangsläufig Verlierer und Gewinner. Nur diesmal sitzen alle im selben Boot. Was dazu führt dass der Gewinner Deutschland durch Zahlungen der Kredite zu einem Verlierer wird. Des einen Überschüsse sind des anderen die Schulden.

    Und noch was: Der Grund, dass wir deflationäre Tendenzen haben ist wiedermal Deutschland. Wären in BRD die Reallöhne gestiegen, hätten wir kein Problem mit der Deflation. Die EZB müsste keine Staatsanleihen kaufen um die Inflation auf 2% zu bekommen und die Südstaaten wären Wettbewerbsfähiger und bräuchten keine Kredite von BRD.

    Fazit: Die BRD ist der Elefant im Porzellanladen. Und der muss weg. Mit weg meine ich, dass in BRD die Reallöhne steigen müsse und das Problem wäre gelöst. Einfache VWL.
    Aber sagen Sie das mal den Politikern der CDU oder SPD :))

  • Sie haben Ihre Kneipe mit Deutschland verwechselt.

  • Macht nur weiter so!
    Die teutschen Michel haben doch noch jede Menge Geld für Negativ-Zinsen übrig! Spielt doch überhaupt keine Rolle, man gibt doch gern (anderer Leute Geld aus).

  • Absolut richtig!

    Ich wünschte wir hätten Politiker die die Griechen!

    Die Griechischen Politiker sind Meister im Taktieren und Täuschen. Aber sie tun das - so seltsam es klingt - zum Vorteil ihres Volkes oder zumindest zum Vorteil ihrer Klientel.

  • Wenn man in seiner grenzenlosen Naivität vor der Weltöffentlichkeit ausspricht "die Eurorettung ist alternativlos" und "kein Land soll den Euroruam verlassen" so zeugt das von größter politischer Inkompetenz !!! Die Regierungen aller Pleitestaaten wissen seit diesem törichten Ausspruch von Frau Merkel ... Frau Merkel hat ihr politisches Schicksal automatisch mit dem Überleben des Euro verknüpft. Nur wenn der Euro überlebt .. so überlebt Frau Merkel .. politisch .. und sie denkt in ihrer Naivität auch noch, .. dass sie in den "Geschichtsbüchern" überlebt - als so tolle Kanzlerin und Europäerin ! Deswegen werden wir deutsche Steuerzahler bis zum St. Nimmerleinstag für die Pleitestaaten aufkommen müssen ! Denn . zugeben, dass sie falsch gelegen hat mit ihrer Eurorettung zu Lasten des ehrlichen deutschen Steuerzahlers !! DAS WIRD FRAU MERKEL NIE ... welcher Politiker gesteht schon Fehler ein ...?? Schlimmstenfalls Rückritt aus gesundheitlichen Gründen und eine soooooooo tolle Pension !!! Siehe Herr van Rompuy !! Der bekommt nun 700.000.- Euro Pension im Jahr, wie die DEUTSCHEN WIRTSCHFTSNACRICHTEN berichtet haben. Diese Zeitung online zu lesen, empfehle ich jedem Bürger. Da werden die ganzen politischen Lügen Tag für Tag aufgedeckt !! EMPFEHLENSWERT !!

    Anmerkung der Redaktion: Zum Qualitätsgehalt von Deutsche Wirtschaftsnachrichten empfehlen wir folgendes Video: https://www.youtube.com/watch?v=2J6qVDsv-kM

  • Griechenland ist auf dem "guten Weg" in aller Ewigkeit am Tropf der EU zu liegen.

  • Ist doch kein Problem - Herr Schäuble stellt sich wieder hin und sagt -Griechenland ist auf einem guten Weg.DAS 3. HILFSPAKET wird geschnürt und wir zahlen erneut! Bislang ca. 300 MrD Euro. Zur UKRAINE !! Die Gasschulden der Ukraine haben die europäischen Steuerzahler schon bezahlt - davon die Deutschen 27 % ! Herr Poroschenko als ukrainischer Präsident (Milliardär)und Herr Jazenjuk als ukrainischer Regierungschef wollen ja nun für ca. 3 Milliarden Dollar Waffen kaufen ! Alles wird bezahlt vom europäischen Steuerzahler !! Herr Jazenjuk wird über seine private Stiftung von NATO und u.a. der Atlantikbrücke mit horrenden Summen gesponsort ! Auch das bezahlt der deutsche Steuerzahler ! Der normale Bürger in der Ukraine muss den Strom nach Anweisung der Regierung am Tag teilweise abstellen und mangels Energie frieren !! Das ist das Ergebnis, wenn man sich der USA unterwirft. Und ganz wichtig - die neu ins Amt berufene ukrainische Finanzministerin ist eine amerikanische Bankerin, die man quasi über Nacht eingebürgert hat ! Darauf hin gab es im ukrainischen Parlament eine Schlägerei. Die Massenmedien haben darüber natürlich nichts berichtet - kein WUNDER !! So etwas will man nicht berichten ! Auch bekam rein zufällig der Sohn des US-Vizepräsidenten = Joe Biden, der Sohn heißt Hunter Biden, einen Vorstandsposten beim größten ukrainischen Energieversorger "BURISMA" - aber bestimmt nur rein zufällig :-))) ! Da kann man sehen, wer in der Ukraine wirklich seine Finger im Spiel hat !! Die USA regieren dort mit einer US-Statthalterregierung = Poroschenko und Jazenjuk. Die USA reißen sich die Bodenschätze dort unter den Nagel und US-Firmen verdienen sich daran dumm und dämlich. Für die Schulden der Ukraine kommen die europäischen Steuerzahler auf! Griechenland hat ca. 10,7 Millionen Einwohner und hat bislang INSGESAMT über 300 Milliarden EU-Hilfen bekommen. Die Ukraine hat über 40 Millionen Einwohner ! Dort ist man nich mehr bankrott und wesentlich korrupter ! KOSTEN FÜR UNS = ?

  • Sehr gut getroffen :-)

    Mein Mitleid für das Deutsche Volk hält sich in Grenzen. Schließlich wählten sie diese Regierung!

    Meine Bewunderung gilt den Politikern aus Griechenland und den anderen Zahlungsempfängern. Diesen Politikern gelingt es doch regelmäßig, lediglich mit reinen Lippenbekenntissen immer neues und immer mehr Geld von der EU, sprich Deutschland, einzufordern. Diese Politiker wissen dank Mutti, dass die Zahlung weiterer Gelder alternativlos ist! Dank Mutti, die das regelmäßig betont! Diese Politiker wissen auch, dass lediglich das Versprechen auf Änderungen immer neues Geld fließen läßt. Warum sollten sie etwas ändern??? Neues Geld ist schließlich alternativlos! DIESE POLITIKER HABEN IHRE BEZEICHNUNG VERDIENT! Schließlich bringen sie ihren Völkern ständig neues Geld, alternativlos! Unsere Politiker dagegen finanzieren auf Kosten des eigenen Volkes immer weiter die Schuldenstaaten, alternativlos! Welches sind aus der Sicht der eigenen Völker die besseren Politiker? ... Welche Politiker wird man in "guter Erinnerung" behalten? Sicherlich nicht die Politiker, die ihr eigenes Volk verkaufen!

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