Hillary Clinton
„Dank euch haben wir einen Meilenstein erreicht“

Nach dem Sieg in New Jersey feiert sich Hillary Clinton als Siegern der Vorwahlen der US-Demokraten. Sie ist jedoch weiter auf Super-Delegierte angewiesen. Donald Trump will sich unterdessen mit Bernie Sanders verbünden.

WashingtonDie voraussichtliche Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat sich nach dem Sieg im Bundesstaat New Jersey zur Siegerin der Vorwahlen der US-Demokraten erklärt. Sie würden Zeugen eines historischen Moments, sagte sie am Dienstagabend in New York zu Tausenden jubelnden Anhängern. „Dank euch haben wir einen Meilenstein erreicht“, rief die 68-Jährige der Menge zu.

Sobald sie im Juli auf dem Nominierungsparteitag der Demokratischen Partei zur offiziellen Kandidatin gekürt wird, wird sie die erste Frau sein, die jemals von einer der beiden großen US-Parteien in den Kampf ums Weiße Haus ins Rennen geschickt wird. Ihr Sieg gehöre „Generationen von Frauen und Männern, die gekämpft und sich aufgeopfert und diesen Moment möglich gemacht haben“, sagte Clinton.

Die Sender CNN und MSNBC sagen zudem einen Sieg für Hillary in New Mexico voraus. Der Bundesstaat mit etwa zwei Millionen Einwohnern - etwa 48 Prozent davon Hispanics - stellt 43 Delegierte.

Auch über Twitter bedankte sich Clinton in der Nacht bei ihren Anhängern. „Wir haben heute Nacht Geschichte geschrieben“, heißt es bei dem Kurznachrichtendienst. Mit Clintons Sieg würde erstmals in der Geschichte der USA eine große Partei eine Frau ins Rennen um die Präsidentschaft schicken.

Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AP hatte Clinton bereits am Montag die für die Nominierung der Demokraten notwendige Zahl an Delegierten - insgesamt 2383 - erreicht. Bei der Rechnung hatte die AP Superdelegierte mit eingerechnet, die der Demokratin oder ihrem Widersacher ihre Unterstützung fest zugesagt haben.

Die Parteifunktionäre und Amtsträger dürfen beim Nominierungsparteitag im Juli in Philadelphia frei und unabhängig vom Vorwahlergebnis in ihrem US-Staat entscheiden, für wen sie stimmen werden.

Trotz der Veröffentlichung der Zählung hatte Sanders angekündigt, weiterzukämpfen und Superdelegierte auf seine Seite ziehen zu wollen. Der Demokrat zeigte sich aber „enttäuscht“ und „aufgebracht“, weil AP seine Rivalin Clinton kurz vor der Vorwahl in Kalifornien zur voraussichtlichen Präsidentschaftskandidatin der Demokraten erklärt hat. In einem Interview des Senders NBC News sagte der Präsidentschaftsbewerber, es sei zweifelhaft, dass die AP-Zählung am Abend vor „der größten Vorwahl“ veröffentlicht worden sei. Sie basiere auf „anonymen“ Bekenntnissen von Partei-Insidern und -Vertretern, sagte er.

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