Hillary Clinton und die E-Mail-Affäre
Ministerium will Clinton-Mails veröffentlichen

In der Affäre um die von einem privaten Account versendeten, dienstlichen E-Mails von Hillary Clinton macht das US-Außenministerium ein weitreichendes Angebot: Es will die E-Mails bis Januar 2016 im Netz veröffentlichen.
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WashingtonDas US-Außenministerium will bis Mitte Januar 2016 Teile der 55.000 Seiten E-Mails der ehemaligen Ressortchefin Hillary Clinton veröffentlichen. Sie sollen auf die Internetseite des State Department gestellt werden.

Den Vorschlag machte das Ministerium am Montagabend (Ortszeit) in einem Gerichtsverfahren um eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz der USA. Wie viele Seiten genau veröffentlicht werden sollen, blieb zunächst unklar.

Ein Vertreter des Außenministeriums sagte, Clinton habe die E-Mails ausgedruckt überstellt. Diese müssten jetzt erst einmal gesichtet werden. „Das Außenministerium ist verpflichtet, die 55.000 Seiten so schnell wie möglich zu bearbeiten, muss aber zugleich rechtliche Fragen in Erwägung ziehen“, sagte er.

Es handle sich um die ganze Breite der US-Außenpolitik. Zur Bewertung der E-Mails müssten Experten und möglicherweise auch ausländische Regierungen zurate gezogen werden. Das dauere Monate.

Die Demokratin Clinton will sich bei den Präsidentschaftswahlen 2016 bewerben. Sie steht wegen ihres Umgangs mit dienstlichen E-Mails in ihrer Zeit als Außenministerin in der Kritik, weil sie diese über einen privaten Server statt über ihre offizielle Adresse abgewickelt hat. Der jetzt angekündigte Veröffentlichungszeitpunkt für die E-Mails liegt unmittelbar vor den ersten bekannten Vorwahlterminen, bei denen die Demokraten ihren Präsidentschaftskandidaten bestimmen.

Inhaltlich sind die Mails unter anderem in der Affäre um die Ermordung des US-Botschafters in Libyen 2012 von Interesse, weil Clinton Fehler unterstellt werden. Die Republikaner im Kongress führen eine detaillierte Untersuchung gegen Clinton.

Die Ex-Ministerin selbst hat ihr ehemaliges Ministerium um rasche Veröffentlichung der Mails gebeten. Sie leitete das Außenamt von 2009 bis 2013.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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  • Steht doch nur " Fuck the EU" drinn.

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