Hintergrund: Air Force One
Das Weiße Haus kann fliegen

US-Präsident George W. Bush könnte die stärkste Militärmacht der Welt auch aus der Luft lenken: die legendäre Präsidentenmaschine „Air Force One“ ist ein fliegendes Weißes Haus. Vielleicht ist die umgebaute Boeing 747 mit der Typbezeichnung VC-25A sogar sicherer als der Amtssitz in Washington.

HB BRÜSSEL. Selbst die radioaktiven Strahlen einer Atombombenexplosion können der US- Fachpresse zufolge die Elektronik der fliegenden Gefechtszentrale nicht lahm legen. Sicherheit hat höchste Priorität: „Air Force One“ ist mit dem modernsten Luftabwehrsystem ausgestattet und fliegt bei Angriffen angeblich selbsttätig Ausweichmanöver. 70 Passagiere und 23 Crew- Mitglieder finden im Jumbo Platz - natürlich begleiten Bush neben allen Sicherheitsleuten und Beratern auch Ärzte und Köche.

Das in der Luft auftankbare Flugzeug bietet vor allem Arbeitsplätze für den Präsidenten und seinen engsten Stab. Neben einer persönlichen Suite mit Schlafzimmer, Duschkabine und Videoraum gibt es einen Konferenzraum für acht Personen, mit Filmprojektoren und ausfahrbaren Wandlandkarten. Moderne Kommunikationssysteme sichern die Verbindung zu allen US-Stützpunkten und der Heimat - sogar die Besatzungen von U-Booten oder Astronauten können theoretisch erreicht werden. Insgesamt gibt es 85 abhörsichere Telefone sowie mehrere Funksysteme.

Mit Sicherheit ist die „Air Force One“ das am besten gewartete Flugzeug der Welt. Fast alle Funktionen der 250  Millionen Dollar teuren Maschine werden jeden Tag auf dem Luftwaffenstützpunkt Andrews bei Washingtons überprüft - und zwei bis drei Mal im Jahr wird das Flugzeug komplett in seine Bestandteile zerlegt und inspiziert. Für eventuelle Reparaturen steht fast auf jedem Flugplatz der westlichen Hemisphäre eine Not-Wartungsbasis zur Verfügung. Und auch wenn es „die“ Präsidentenmaschine Nummer eins ist: US-Medien zufolge gibt es von ihr mindestens zwei Exemplare.

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