Hintergrund
Der Nobelpreisträger Joseph Stiglitz

Der Nobelpreisträger: Die reine Lehre war Joseph Stiglitz immer suspekt. Eine der Lehren war die Annahme, dass am Markt absolute Transparenz herrsche. Eine Fiktion, sagt der US- Wirtschaftswissenschaftler. Denn der Verkäufer eines Gebrauchtwagens wisse zum Beispiel mehr über sein Auto als der Käufer. Solche Informationsunterschiede hätten Konsequenzen in Bezug auf Preisbildung und Marktgeschehen. Für seine Theorie von der „asymmetrischen Information“ bekam Stiglitz 2001 den Wirtschafts-Nobelpreis.

Die Karriere: Heute lehrt der 61-jährige Stiglitz Wirtschaftswissenschaften an der Columbia University in New York. Die Laufbahn des Professors liest sich wie ein „Who is Who“ der amerikanischen Eliteschulen: MIT, Yale, Princeton, Stanford und das britische Oxford. Von 1995 bis 1997 zog es ihn in die Politik: Stiglitz leitete den Wirtschaftsrat von US-Präsident Bill Clinton. Von 1997 bis 2000 war er Chef-Volkswirt der Weltbank.

Der Kritiker: Beim IWF gilt der streitlustige Stiglitz als rotes Tuch: Kaum ein anderer bekämpfte die Fonds- Konzepte derart vehement. Stiglitz setzt auf die antizyklischen Rezepte von Keynes: im Abschwung die Konjunktur durch Geld- und Fiskalpolitik ankurbeln, im Aufschwung gegenhalten.

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