Hintergrund
Die Machtverteilung nach dem Tod Arafats

Der verstorbene Palästinenser-Präsident Jassir Arafat stand an der Spitze der Palästinenser-Regierung für das Westjordanland und den Gaza-Streifen. Außerdem führt er die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) und die Fatah-Bewegung. Die Fatah ist innerhalb der PLO die größte Gruppe.

HB DÜSSELDORF. Einen Nachfolger hat Arafat nicht bestimmt. Mit seinem Tod tritt vorübergehend folgende Machtverteilung in Kraft:

  • Nach Arafats Tod wird der Parlamentspräsident für 60 Tage die Führung der Palästinenser-Regierung übernehmen. Innerhalb dieser Frist soll ein neuer Palästinenser-Präsident gewählt werden. Derzeitiger Parlamentspräsident ist Rauhi Fattu.
  • Die Verantwortung für das Tagesgeschäft der Regierung dürfte der palästinensische Ministerpräsident Ahmed Korei behalten.
  • Bei der PLO hat bereits die bisherige Nummer zwei, Mahmud Abbas, kommissarisch die Führung übernommen, seit Arafat seinen Amtssitz in Ramallah Ende vergangener Woche für die medizinische Behandlung in Frankreich verlassen hat. Der endgültige PLO-Chef wird in einer internen Wahl bestimmt. Die PLO sieht sich als Vertretung aller Palästinenser.
  • Abbas hat vorübergehend auch den Vorsitz im Führungsgremium der Fatah übernommen.
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