International
Hintergrund: Einige Madrid-Attentäter noch auf der Flucht

Sechs bis acht Hintermänner der Bombenanschläge in Madrid vom vergangenen Jahr sind nach Informationen des spanischen Innenministeriums noch auf der Flucht und haben vermutlich das Land verlassen. Spanien bereitet sich auf Gedenkveranstaltungen für die Menschen vor, die damals getötet wurden.

HB DÜSSELDORF. Die meisten der Verantwortlichen für die Anschläge seien tot oder in Haft, sagte ein hochrangiger Mitarbeiter des Innenministeriums am Dienstag. Sechs bis acht der bekannten Hauptattentäter seien jedoch noch auf der Flucht.

Am Freitag jähren sich die Anschläge von Moslem-Extremisten auf vier Pendlerzüge zum ersten Mal. Die Täter hatten am 11. März 2004 zehn Bomben in den voll besetzten Zügen fast zeitgleich gezündet und dabei 191 Menschen getötet. Bislang wurden 75 Verdächtige festgenommen, zuletzt am Dienstag ein 21-jähriger Marokkaner. Von ihnen wurden 33 aber aus Mangel an Beweisen wieder frei gelassen.

Bei den Flüchtigen, die sich vermutlich nicht mehr in Spanien aufhalten, handele es sich ausschließlich um Moslems, sagte der Ministeriumsmitarbeiter. Sie gehören dem Netzwerk einer marokkanischen Gruppe an, die wiederum an eine Reihe von anderen Extremistengruppen angebunden sei, sagte er.

Für den Jahrestag am Freitag sind in Madrid einige Gedenkveranstaltungen geplant. Unter anderem sollen ab 7 Uhr 39 fünf Minuten lang alle Kirchenglocken in Madrid läuten. In dieser Zeitspanne waren die Bomben vor einem Jahr detoniert. Bei der seit Dienstag laufenden mehrtägigen Sicherheitskonferenz in Madrid soll zudem ein Plan für die Bekämpfung des Terrorismus verabschiedet werden.

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