Hintergrund
Mohammed gilt als „Siegel der Propheten“

Die Kontroverse um Karikaturen, die den Propheten Mohammed zeigen, hat ihre Wurzeln in der besonderen Vorbildstellung, die dieser für die Muslime hat. Muslime orientieren sich bis zum heutigen Tag an seinem Beispiel, wobei sie Berichte über sein Leben und seine Aussprüche zu Rate ziehen.

HB KAIRO. Die Muslime erkennen zwar auch Abraham, Moses und Jesus als Propheten an. Mohammed (ca. 570-632 n. Chr.) kommt jedoch eine herausragende Stellung zu, denn er ist für die Muslime das „Siegel der Propheten“, was bedeuten soll, dass es nach ihm keine weiteren Propheten mehr geben wird. Erwähnt ein gläubiger Muslim den Propheten Mohammed in einer Rede oder einem Text, so fügt er hinter dem Namen immer „Gottes Frieden und Segen seien mit ihm“ an.

Mohammed, der Verkünder des Islams, gehörte zum Stamme der Kuraisch und wurde in der Stadt Mekka im heutigen Saudi-Arabien geboren. Nach islamischer Überlieferung soll ihm Gott im Alter von 40 Jahren die Verse des Koran offenbart haben. Zentraler Punkt der neuen Religion war der Glaube an den einzigen Gott, neben dem es keine anderen Götter oder Heiligen geben soll.

Mohammed fand zwar in Mekka Anhänger, die seinen religiösen Weisungen folgten. Die Mehrheit der Mächtigen in Mekka wandte sich jedoch gegen ihn, so dass er im Jahr 622 mit seiner Gemeinde die Stadt verließ und ins benachbarte Jathrib (heute: Medina) zog, wo er mit offenen Armen empfangen wurde. Es kam zu Schlachten zwischen den Einwohnern beider Städte. Bis zu seinem Tod gelang es Mohammed, den Islam auf der Arabischen Halbinsel zu verbreiten und nach Syrien und Palästina zu tragen.

In vielen Ländern wird der Geburtstag des Propheten („Mulid al-Nabi“) gefeiert, was einige puritanische Muslime jedoch ablehnen.

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