Hintergrund
Nordkorea: Widersprüchliche Äußerungen zu Atomwaffenfrage

Nordkorea hat in den vergangenen Jahren wiederholt in mehr oder weniger deutlicher Form behauptet, im Besitz von Atomwaffen zu sein. Die Existenz eines entsprechenden geheimen Programmes räumte Pjöngjang bereits im Oktober 2002 gegenüber der US-Regierung ein. Damit verstieß das Land gegen eine Rahmenvereinbarung von 1994 und andere Abkommen.

HB DÜSSELDORF. Nur einen Monat später sorgte ein Kommentar von Radio Pjöngjang für Verwirrung, in dem Nordkorea erstmals den Besitz von Atomwaffen zugegeben haben soll. Am nächsten Tag stellte das Land klar, dass es keine Atomwaffen besitze, sondern lediglich zum Besitz derartiger Waffen berechtigt sei.

Im April 2003 gab Nordkorea bei Dreiergesprächen mit den USA und China zu, Atomwaffen zu besitzen. Im Juni erklärte Nordkorea öffentlich, Kernwaffen zu entwickeln. Eine „nukleare Abschreckungsmacht“ müsse aufgebaut werden, falls die USA weiter an ihrer feindlichen Politik gegenüber Pjöngjang festhielten und das kommunistische Land mit Nuklearwaffen bedrohten.

Im August 2003 drohte Nordkorea gar mit Atomtests und wiederholte diese Ankündigung seitdem mehrfach. Nordkorea hat auch nach Angaben seines stellvertretenden Außenministers Choe Su Hon vom September 2004 waffentaugliches Plutonium zum Bau von Atomwaffen verwendet. „Wir haben schon deutlich gemacht, dass wir bereits 8 000 gebrauchte Atombrennstäbe aufgearbeitet und diese in Waffen umgewandelt haben“, wurde er damals zitiert.

Im Oktober 2004 hatte der damalige US-Außenminister Colin Powell erklärt, Nordkorea besitze nach Geheimdienstinformationen wahrscheinlich ein oder zwei Atomwaffen.

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