Hintergrund
Saudi-Arabien – das wirtschaftliche Schwergewicht am Golf

Ölreichtum
Saudi-Arabien ist die größte Wirtschaftskraft im Nahen Osten und der größte Erdölexporteur der Welt. Mit 23 Millionen Einwohnern, davon sieben Millionen ausländische Arbeitskräfte, ist der Wüstenstaat der größte Markt in der Golf-Region. Die Rekordeinkünfte aus dem Erdölgeschäft haben das Auslandsguthaben der Zentralbank auf jetzt 156 Mrd. Dollar anwachsen lassen.

Strukturprobleme
Das Bevölkerungswachstum von über drei Prozent führt jährlich 200 000 Menschen neu auf den Arbeitsmarkt. Inadäquate Ausbildung und der Mangel an arbeitsintensiven Wirtschaftszweigen führen zu einer offiziellen Arbeitslosenquote von neun Prozent, inoffiziell wird sie auf das Dreifache geschätzt. Der Mangel an Investitionsmöglichkeiten hatte zu einem zweijährigen Boom an der Börse geführt, der jedoch im Februar ein jähes Ende nahm: Die Börse verlor seither rund 30 Prozent.

Politische Reform
Das Königreich ist in der Hand der Familie von Staatsgründer Abdelaziz al-Saud. Von seinen 36 anerkannten Söhnen sind ihm bisher fünf auf den Thron gefolgt. 2005 übernahm König Abdullah die Macht. Seit 1992 gibt es eine beratende Versammlung mit 150 Mitgliedern, die vom König ernannt werden. 2004 durften saudische Männer erstmals die Hälfte der Gemeinderäte wählen.

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