Hintergrund
Stichwort: Friedensnobelpreis

HB STOCKHOLM. Der Friedensnobelpreis gilt als wichtigste Auszeichnung im Bemühen um eine friedlichere Welt. Er trägt den Namen seines Gründers Alfred Nobel, des 1896 gestorbene schwedischen Erfinders des Dynamits. Er beauftragte das norwegische Parlament, jährlich drei Persönlichkeiten oder Organisationen für ihre Verdienste um die Menschheit auszuzeichnen. Die Preisträger sollen „den besten oder größten Einsatz für Brüderlichkeit zwischen Staaten, für die Abschaffung oder Abrüstung von stehenden Heeren sowie für die Organisation und Förderung von Friedenskonferenzen“ gezeigt haben.

Im Unterschied zu den anderen Nobelpreisen wird der Friedenspreis von einem Ausschuss zuerkannt, den das norwegische Parlament in Oslo beruft. Dessen fünf Mitglieder wählen den Preisträger aus einer Liste von Kandidaten. Vorschläge können neben den Komiteemitgliedern auch frühere Preisträger, Mitglieder von Regierungen und Parlamenten, Angehörige internationaler Organisationen sowie Universitätsprofessoren für Politik, Geschichte und Philosophie einreichen. Bei der Verleihung soll keine Rücksicht auf die Nationalität genommen werden.

Mit Mohammed Junus gibt es jetzt 81 männliche Preisträger. Mit der Grameen Bank wurden 19 Mal internationale Organisationen, Verbände oder Komitees geehrt. Bislang haben zwölf Frauen den Preis erhalten.

Vier Mal wurden Deutsche für ihre Verdienste ausgezeichnet: Reichskanzler und Außenminister Gustav Stresemann (1926), die Pazifisten Ludwig Quidde (1927) und Carl von Ossietzky (1935) sowie Bundeskanzler Willy Brandt (1971). Der in Deutschland geborene Physiker und Missionsarzt Albert Schweitzer erhielt 1952 den Friedensnobelpreis als französischer Staatsbürger.

Das Komitee überreicht den mit zehn Mill. schwedischen Kronen (rund eine Million Euro) dotierten Preis am 10. Dezember, dem Todestag Nobels. Den ersten Friedenspreis erhielten 1901 der Gründer des Roten Kreuzes, Henri Dunant, und der Gründer der französischen Friedensgesellschaft, Frédéric Passy.

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