Hintergrund zu Sri Lanka
Von Bürgerkrieg gequältes Urlaubsparadies

Das Urlaubsparadies Sri Lanka war fast zwei Jahrzehnte lang vom Krieg zwischen Armee und Tamilenrebellen überschattet.

HB COLOMBO/HAMBURG. Der seit gut drei Jahren anhaltende Waffenstillstand hat den Tourismus und andere Branchen wie die Textilindustrie aufblühen lassen. Trotzdem liegen die Friedensgespräche auf Eis.

Sri Lanka ist mit 65 610 Quadratkilometern etwas kleiner als Bayern und hat mehr als 19 Mill. Einwohner. Die frühere britische Kolonie Ceylon wurde 1948 unabhängig. Die Singhalesen stellen mit 74 % die größte Bevölkerungsgruppe, die meisten von ihnen bekennen sich zum Buddhismus. Die überwiegend hinduistischen Tamilen machen 18 % aus. Konflikte zwischen den Ethnien gibt es schon lange.

Die Briten vertieften sie, indem sie Tamilen bevorzugten. Regierungschef Solomon Bandaranaike leitete 1956 die Benachteiligung der Tamilen ein. Das führte zu Gewalt. Nach einem Massaker an Soldaten kam es 1983 zu Pogromen gegen Tamilen. Damit begann der Krieg. Außer Tourismus und Textilexporten bringen Tee, Kokosnüsse und Kautschuk Devisen.

Staatsoberhaupt der Sozialistischen Republik Sri Lanka mit der Haupstadt Colombo ist Chandrika Kumaratunga. Den damaligen Premierminister, Ranil Wickramasinghe, drängte sie 2004 aus dem Amt, weil er ihrer Ansicht nach den Rebellen zu viele Zugeständnisse machte. Seit April 2004 ist Mahinda Rajapakse Premierminister. Die Präsidentin ist aber Staats- und Regierungschefin.

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