Hisbollah spricht von Sieg
Libanon rudert bei Anti-Hisbollah-Maßnahmen zurück

Die libanesische Regierung unter Ministerpräsident Fuad Siniora hat nach eigenen Angaben am Mittwochabend den umstrittenen Maßnahmen gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz wieder zurückgenommen. Der Machtkampf zwischen pro-syrischer Hisbollah und anti-syrischer Regierung hatte in den vergangenen Tagen zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen geführt.

HB BEIRUT. Der Machtkampf zwischen der Hisbollah und der Regierung hatte sich in den vergangenen Tagen zugespitzt und zu Straßenkämpfen geführt, nachdem die Regierung Schritte gegen das geheime Kommunikationsnetz der Hisbollah und gegen die Überwachung des Flughafens durch die Miliz angekündigt hatte.

Das Kabinett habe diese Entscheidung nun mit Blick auf die Sicherheit des Landes und das Zusammenleben der verschiedenen Volksgruppen getroffen, sagte Informationsminister Ghasi Aridi nach der Kabinettssitzung in Beirut. Es gebe keine Gewinner und keine Verlierer. Die Hisbollah sprach hingegen in einer ersten Stellungnahme von einem „Sieg“ über die pro-westliche Regierung.

Eine Woche nach Beginn der Ausschreitungen im Libanon hatte am Mittwoch eine Delegation der Arabischen Liga in Beirut in dem Konflikt vermittelt. Die Arabische Liga will die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit und die Wahl von Armeekommandeur Michel Suleiman zum Staatspräsidenten beschleunigen. Seit Monaten scheitert die Wahl eines neuen Staatoberhauptes am Parteienstreit.

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