Hisbollah verdächtigt Geheimdienst Mossad
Hisbollah-Mitglied durch Autobombe getötet

Am Montag ist ein führendes Mitglied der pro-iranischen libanesischen Hisbollah (Partei Gottes) durch dine Autobombe in Beirut getötet worden.

HB BEIRUT/KAIRO. Ghalib Awaali, den die Hisbollah als „Mitglied des islamischen Widerstands“ bezeichnete, war sofort tot. Die Bombe detonierte in Awaalis Auto, als er am Morgen sein Haus verließ.

„Dieser Angriff ist das Werk des (israelischen Geheimdienstes) Mossad“, sagte Hisbollah-Sprecher Hassan Isseddin. Wie arabische Medien berichteten, tauchte jedoch bereits kurz nach dem Anschlag in Beirut ein Bekennerschreiben auf, in dem sich eine sunnitische Extremisten-Gruppe dazu bekannte. „Wir haben eines der Symbole des Verrats, den Schiiten Ghalib Awaali, hingerichtet“, hieß es in dem mit Dschund el Scham (Soldaten Groß-Syriens) unterzeichneten Schreiben, für dessen Echtheit es zunächst keine Bestätigung gab.

Die Anhänger der radikalen Hisbollah, die mit Waffengewalt den Abzug Israels aus den besetzten arabischen Gebieten erzwingen will, sind schiitische Muslime. Die Gruppe Dschund el Scham soll aus dem Flüchtlingslager Ein el Hilweh heraus operieren, dem größten palästinensischen Lager in Libanon. Während des Bürgerkriegs (1975- 1990) hatten sich unter anderem Milizen verschiedener Religionsgruppen gegenseitig bekämpft.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%