Historische Annäherung
Pakistan bietet Israel diplomatische Beziehungen an

Pakistan und Israel wollen erstmals in ihrer Geschichte offizielle diplomatische Beziehungen aufnehmen. Mit dem Schritt solle der Abzug Israels aus dem Gaza-Streifen gewürdigt werden. Islamisten sind empört.

HB ISTANBUL. Das sagte Pakistans Außenminister Khurscheed Mehmood Kasuri bei einem Treffen mit seinem Kollegen Silwan Schalom in Istanbul. Schalom erklärte, er hoffe nun auf neue Wege des Dialogs mit der moslemischen Welt. Israel wird von den meisten moslemischen Staaten diplomatisch gemieden. Das Abkommen gilt als Anzeichen für ein Auftauen der bislang frostigen Beziehungen.

„Pakistan misst dem Ende der Besetzung des Gaza-Streifens große Bedeutung bei. Wir sehen diese Entwicklung als Anfang vom Ende der israelischen Besetzung“, sagte Kasuri. Es sei der Start eines Prozesses hin zu einem Palästinenser-Staat, der friedlich und sicher neben Israel existiert.

"Großen Durchbruch erzielt"

Die Gespräche seien umfassend und bedeutend. Schalom entwarf die Vision vollständiger diplomatischer Beziehungen mit Pakistan. Genau so würden sie schrittweise mit allen anderen arabischen Ländern angestrebt. „Wir haben heute einen großen Durchbruch erzielt“, kommentierte der israelische Minister die Annäherung.

Diplomaten zufolge soll es in den vergangenen Monaten bereits informelle Kontakte zwischen den Staaten gegeben haben. Zur Türkei, auf deren Staatsgebiet das Treffen stattfand, unterhalten beide Länder Beziehungen. Das Land sollte als Brücke dienen.

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