"Hoch entwickelte Waffensysteme"
Deutsche verlassen den Libanon

Hisbollah-Milizionäre haben mit einem unbemannten Flugzeug ein israelisches Kriegsschiff beschossen und schwer beschädigt. Israel vermutet den Iran als Lieferanten der Geschosse.

HB BEIRUT/TEL AVIV. Die israelische Armee suchte in der Nacht zum Samstag 16 Kilometer vor der Küste nach vier vermissten Soldaten, bestätigte das Militär israelischen Medien.

Israel hat am Samstag betont, dass bei seinen jüngsten Angriffen nahe der libanesisch- syrischen Grenze keine Ziele in Syrien selbst getroffen wurden. Zuvor hatten Augenzeugen berichtet, israelische Kampfflugzeuge hätten einen libanesisch-syrischen Grenzübergang mit Raketen beschossen.

„Es ist sehr wichtig zu verstehen, dass wir nur Brücken und Zugangspunkte im Libanon ins Visier genommen haben“, sagte eine Militärsprecherin. „In Syrien haben wir nichts bombardiert.“ Syrische Regierungskreise bestätigten, dass es keinen israelischen Angriff auf syrische Einrichtungen gegeben habe. Syrien unterstützt die radikal-moslemische Hisbollah.

Kampfflugzeuge haben unterdessen das Hauptquartier der Hisbollah in Beirut weitgehend zerstört. Das neungeschossige Gebäude im Süden der Stadt sei am Samstag mehrfach getroffen worden, hieß es in libanesischen Sicherheitskreisen. Auch das Wohnhaus des Hisbollah-Chefs Hassan Nasrallah sei beschossen worden.

Zunächst war unklar, ob Menschen dabei zu Schaden gekommen sind. Nasrallah hatte am Vorabend Israel den Krieg erklärt und mit neuen, weit reichenden Raketen gedroht.

International hält die Angst vor einer Ausweitung des Konflikts zu einem neuen Nahost-Krieg an. Bei einer Dringlichkeitssitzung des Weltsicherheitsrates warf der Libanon am Freitagabend Israel „barbarische Aggression“ vor und forderte ein sofortiges Ende der israelischen Offensive. Auch ein an diesem Samstag in St. Petersburg beginneder Gipfel der Staats- und Regierungschefs der führenden Industrienationen und Russlands (G8) steht im Zeichen des weiter eskalierten Konflikts im Nahen Osten. In Kairo wollen die Außenminister der Arabischen Liga im Laufe des Tages beraten.

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