Hochfrequenzhandel
US-Bundesstaaten fordern Untersuchung

Der Turbo-Computerhandel an den Börsen weckt nun auch in den USA die Politiker auf. Die Bundesstaaten fordern eine Untersuchung des automatischen Handels. Dieser könne Privatanleger benachteiligen.
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New YorkDie US-Bundesstaaten haben den Kongress zu einer Untersuchung des Turbo-Computerhandels an den Börsen aufgefordert. Der sogenannte Hochfrequenz-Handel - bei dem Computer selbsttätig binnen Sekundenbruchteilen Aktien kaufen oder verkaufen - könne Privatanleger benachteiligen, weil diese keinen Zugriff auf derartige Technologien hätten, erklärte der Verband der bundesstaatlichen Aufsichtsbehörden (NASAA) am Dienstag. "Hochfrequenzhandel untergräbt eindeutig das Vertrauen der Privatanleger", erklärte der Verband.

In den USA gehen mittlerweile etwa 70 Prozent der Börsenumsätze auf die Turbo-Händler zurück. Die neue Form des Handels war nach spektakulären Pannen ins Visier des Gesetzgebers gekommen. So hatte der Dow-Jones-Index beim sogenannten "Flash Crash" im Mai 2010 binnen Minuten 1000 Punkte verloren. Die Ursache war ein fehlerhafter Handels-Auftrag, dessen Effekte die Computer verstärkten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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