Hochverschuldete Bank
Monte Paschi könnte Italien-Wahl beeinflussen

Die Millionen-Verluste der italienischen Bank Monte dei Paschi könnten die Wahlen in Italien beeinflussen. Einer Studie zufolge könnte die Derivate-Affäre besonders dem Topfavoriten, der Demokratischen Partei, schaden.
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RomDie Affäre um die italienische Traditionsbank Monte dei Paschi di Siena (BMPS) könnte Experten zufolge den Ausgang der Wahl in Italien beeinflussen. Einer am Freitag veröffentlichten Erhebung des Piepoli Instituts zufolge dürfte das Mitte-Links-Bündnis unter der Führung der Demokratischen Partei (PD) zwar das Abgeordnetenhaus gewinnen, jedoch eine Mehrheit im Senat verfehlen. Das würde zu politischer Instabilität führen. Da der größte Monte-Aktionär eine Stiftung ist, die von PD-Politikern kontrolliert wird, könnte die Lage sich nun als noch schwieriger erweisen.

„Für die Demokratische Partei wird es auf jeden Fall negative Folgen haben“, sagte Maurizio Pessato von der Forschungsgruppe SWG. „Die Frage lautet, ob sie vorübergehend sind und wie stark sie sein werden.“ Auch für den scheidenden Ministerpräsidenten Mario Monti sei die Affäre schädlich. „Ein großer Teil der italienischen Bevölkerung sieht Monti als jemand, der Verbindungen zur Finanzwelt hat“, sagte Pessato. „Der Mann auf der Straße wird das als seine Welt sehen und denken, dass er verwickelt ist.“ SWG geht davon aus, dass die Auswirkungen der Affäre sich Anfang kommender Woche in den Umfragen niederschlagen werden.

Die älteste Bank der Welt hat mit Derivate- und anderen Handelsgeschäften nach eigenen Angaben einen Verlust von etwa 720 Millionen Euro erlitten. Zudem räumte die BMPS ein, dass die bereits im November beantragten 500 Millionen Euro an zusätzlichen Staatshilfen womöglich nicht reichen, um die Verluste zu decken. Monte Paschi hält italienische Staatsanleihen im Volumen von 24 Milliarden Euro und wollte sich mit Derivate-Geschäften gegen Zinsschwankungen bei den Papieren absichern.

Die Italiener wählen Ende Februar ein neues Parlament. Einer SWG-Umfrage zufolge liegt das Mitte-Links-Bündnis mit 34,1 Prozent vorne. Dem folgt mit 26,6 Prozent ein Mitte-Rechts-Bündnis, zu dem auch der ehemalige Ministerpräsident Silvio Berlusconi gehört und das die Kontrolle im Senat erhalten dürfte. Montis gemäßigte Koalition liegt mit 12,8 Prozent an dritter Stelle.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Noch paar Derivateneier und Draghi hieft "el principe" ans Ruder....

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