Höchste monatliche Todesrate seit Beginn der Invasion
Sieben spanische Agenten in Irak getötet

Beim Angriff auf einen Konvoi nahe Bagdad sind sieben spanische Geheimdienstmitarbeiter gestorben. Im Monat November verloren insgesamt 75 US-Soldaten in Irak ihr Leben.

HB BERLIN. Bei einem Angriff in Irak sind Medienberichten zufolge am Samstag mindestens sieben spanische Geheimdienstmitarbeiter getötet worden. Die Gruppe sei südlich von Bagdad attackiert worden, berichtete der Fernsehsender CNN+ unter Berufung auf Armeekreise in Bagdad.

Nach Informationen spanischer Rundfunksender zufolge wurden acht Agenten ihres Landes, die in zwei Fahrzeugen unterwegs waren, in Suwaira 30 Kilometer südlich von Bagdad überfallen. Drei Hubschrauber der spanischen Streitkräfte seien zum Ort des Angriffs geflogen, hieß es.

Zwei Fahrzeuge des Konvois stünden in Flammen. Zuvor hatte ein Sprecher des spanischen Kontingents der Koalition den Angriff bestätigt und von mehreren Verletzten gesprochen. Das spanische Regiment ist in der Region von Kerbela etwa 110 Kilometer südlich von Bagdad stationiert.

Unterdessen haben die US-Besatzungstruppen bekannt gegeben, dass sie in den vergangenen vier Wochen mehr Soldaten verloren als in sämtlichen Monaten seit Beginn des Irak-Krieges. Mindestens 75 Soldaten wurden laut Angaben der US-Monatsbilanz im November getötet.

Der Kommandeur der Truppen in Irak, Ricardo Sanchez, kündigte daher am Samstag eine Umstrukturierung der Streitkräfte an: Die USA wollten die Zahl der in Irak eingesetzten Infanteristen deutlich aufstocken und zunehmend auf Panzer und schwere Fahrzeuge verzichten.

Dadurch sollten sich die Truppen besser auf Einsätze und Razzien in Städten spezialisieren können, erklärte Sanchez. Nach Angaben des US-Verteidigungsministerium und der US-Streitkräfte in Bagdad kamen seit dem 20. März insgesamt 436 US-Soldaten ums Leben.

299 Soldaten starben demnach bei Kampfeinsätzen, die anderen bei Unfällen. Von den alliierten Truppen seien 75 Soldaten - darunter 52 Briten und 17 Italiener - getötet worden.

Bislang war April der Monat mit den meisten Todesfällen, als auf dem Höhepunkt der Invasion 73 Soldaten getötet wurden. Der tödlichste Tag war der 23. März: innerhalb von 24 Stunden kamen 30 US-Soldaten ums Leben.

Die Opfer unter der irakischen Zivilbevölkerung sind bedeutend höher. Laut Angaben der Nachrichtenagentur AP kamen während der Invasion zwischen 20. März und 20. April mehr als 3.200 Zivilpersonen ums Leben. Die tatsächliche Zahl der zivilen Todesopfer dürfte jedoch noch höher liegen.

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