Höhere Steuern auf große Geländewagen
Britisches Wachstum hält an

Die britische Wirtschaft wird nach Einschätzung von Finanzminister Gordon Brown in den kommenden Jahren Wachstumslokomotive in Europa bleiben.

HB LONDON. Bei der Vorlage des Haushaltsentwurfs für 2006/06 ging der Schatzkanzler am Donnerstag von einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zwischen 2,0 und 2,5 Prozent aus. In den Jahren 2007/08 soll es dann auf 2,75 bis 3,25 Prozent steigen. Die Neuverschuldung soll auf 37 Milliarden Pfund (rund 53 Milliarden Euro) begrenzt werden.

Mit den Vorhersagen hielt sich Brown, der als möglicher Nachfolger von Premierminister Tony Blair gehandelt wird, an die bisherigen Prognosen. Der Schatzkanzler sagte, die britische Wirtschaft sei stark und werde immer stärker. Mit einem durchschnittlichen Plus von 2,8 Prozent habe man seit der Amtsübernahme der Labour-Regierung 1997 ein höheres Wirtschaftswachstum als die anderen Länder in Europa. Im Vergleich mit den anderen großen Industrienationen liege Großbritannien beim Pro-Kopf-Einkommen hinter den USA auf Platz zwei.

Im Einzelnen kündigte Brown an, die Steuern auf besonders schadstoffreiche Allrad-Autos deutlich zu erhöhen. Bei Fahrzeugen, die die Umwelt weniger belasten, sollen sie gesenkt werden.

Auch auf Zigaretten sollen künftig mehr Steuer gezahlt werden müssen. Ferner gab Brown bekannt, dass die Ausgaben für Entwicklungshilfe auf 0,7 Prozent des BIP gesteigert werden sollen.

Finanzminister rechnet mit WM-Erfolg

Bei der Vorlage des Haushaltsentwurfs sorgte Gordon Brown mit einer optimistischen Prognose zum Ausgang der Fußball-WM für Heiterkeit. Der Schatzkanzler kündigte am Mittwoch im Unterhaus an: „In Erwartung eines WM-Erfolgs in diesem Sommer lasse ich die Steuer auf Champagner und britischen Schaumwein unverändert.“ Auf Bier und Wein werden die Steuern dagegen wie erwartet erhöht.

Die englische Nationalmannschaft um Kapitän David Beckham rechnet sich bei der WM in Deutschland gute Chancen aus. Bislang hat England erst ein einziges Mal den WM-Titel gewonnen. 1966 besiegte der damalige Gastgeber im Endspiel Deutschland mit 4:2 nach Verlängerung.

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