Hoffnung auf Investitionen
Afghanistan erhält weitere Finanzspritze

In den kommenden drei Jahren kann Afghanistan für die weitere Stabilisierung mit internationaler Wiederaufbauhilfe in Höhe von rund neun Mrd. Dollar (7,37 Mrd. €) rechnen. Diese Zahl nannte Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) am Dienstag vor Beginn der internationalen Geberkonferenz in Berlin im ZDF.

HB BERLIN. Der afghanische Präsident Hamid Karsai rief die internationale Wirtschaft zu privaten Investitionen in dem vom Krieg zerstörten Land auf. Der Schutz des Eigentums sei in der neuen Verfassung Afghanistans festgeschrieben.

„Wir wollen nicht arm bleiben“, sagte Karsai auf einer Investorenkonferenz in Berlin. „Wir wollen reich werden.“ Er räumte später vor Journalisten ein, dass seine Regierung Fehler im Kampf gegen die Drogenproduktion gemacht habe. Diese müssten korrigiert werden. Hemmnisse seien auch die große Bürokratie und Korruption.

Als Investitionsbereiche nannte Karsai vor rund 250 Konferenzteilnehmern aus 20 Staaten die Luftfahrt, Bauwesen, Verkehr, den Energiesektor sowie Telekommunikation. Chancen gab er seinem Land vor allem beim Export von Obst und Trockenfrüchten. Afghanistan erwarte Wachstumsraten von jährlich neun Prozent in der nächsten Dekade.

Wieczorek-Zeul forderte auf der Konferenz einen entschiedenen Kampf gegen den Schlafmohnanbau. Dafür brauche die Bevölkerung eine langfristige wirtschaftliche und soziale Perspektive. „Wenn wir dort investieren, tun wir etwas für unsere eigene Sicherheit.“ Die Afghanen müssten ihre Mohnfelder selber zerstören. Vor allem müssten die Frauen ihre Rechte zurückbekommen.

Seite 1:

Afghanistan erhält weitere Finanzspritze

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%