Hoffnung auf Zypern
Symbolträchtiger Grenzübergang geöffnet

Historischer Tag auf Zypern: Nach 44 Jahren ist der Grenzübergang in der Ledras Straße der geteilten Hauptstadt Nikosia wieder offen.

HB NOKOSIA. Als erste Passanten überquerten Vertreter der Regierungen beider Seiten den Übergang. „Es ist ein bedeutender Moment. Ich hoffe, dass mit der Öffnung auch der Weg geebnet wird für eine Lösung der Zypernfrage“, sagte der griechische Zyprer Giorgos Iakovou. „Es ist ein historischer Moment“, sagte der türkisch-zyprische Vertreter Özdil Nami, im zyprischen Fernsehen.

Der Grenzübergang, der Anfang 1964 offiziell geschlossen wurde, gilt als Symbol für die Teilung der Insel in einen griechischen und einen türkischen Teil. Die Einrichtung des Übergangs ist Ergebnis neuer Verhandlungen zwischen den griechischen und den türkischen Zyprern. Mit der Wahl des neuen zyprischen Präsidenten Dimitris Christofias kam wieder Bewegung in den Friedensprozess.

Die Teilung von Zypern geht auf die Invasion türkischer Truppen im Norden der Mittelmeerinsel im Jahr 1974 zurück. Die Türkei reagierte damit auf einen von der damaligen griechischen Militärjunta unterstützten Putsch gegen Präsident Makarios. Die Putschisten strebten eine Angliederung von Zypern an Griechenland an. Die Ledra-Straße wurde aber bereits 1964 von britischen Truppen mit Stacheldraht abgeriegelt, nachdem es zu Unruhen zwischen griechischen und türkischen Zyprern gekommen war.

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