Hohe Arbeitslosigkeit
Immer mehr italienische Familien leben in Armut

Italiens Wirtschaft leidet seit zwei Jahren unter einer Rezession, der längsten in der Nachtkriegsgeschichte. Die Arbeitslosigkeit ist hoch, deshalb müssen immer mehr Menschen mit weniger Geld auskommen.
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RomIm wirtschaftlich angeschlagenen Italien rutschen immer mehr Familien in die Armut ab. Im vergangenen Jahr hätten mehr als 3,2 Millionen Familien in sogenannter relativer Armut gelebt, teilte das Arbeitsministerium in der Hauptstadt Rom am Montag mit. Dies entspreche einer Quote von 12,7 Prozent und sei der höchste gemessene Wert seit dem Beginn entsprechender Untersuchungen im Jahr 1997.

Als relativ arm gelten der Definition von Sozialforschern, Statistikamt und Ministerium zufolge Familien, in denen jedes Mitglied pro Monat weniger ausgeben kann als der Durchschnitt der Bevölkerung. Der Durchschnittswert wurde für das Jahr 2012 mit 990,88 Euro angegeben. Bezogen auf die gesamte Bevölkerung lebten den Angaben zufolge im vergangenen Jahr 15,8 Prozent in relativer Armut.

In sogenannter absoluter Armut lebten im Jahr 2012 laut dem Ministerium 6,8 Prozent der Familien und acht Prozent der Bevölkerung. Als absolut arm gilt, wer über weniger als das Existenzminimum verfügt. Die Zahlen verdoppelten sich seit dem Jahr 2005. Italien leidet seit über zwei Jahren unter einer Rezession, der längsten seiner Nachtkriegsgeschichte. Vor allem eine hohe Arbeitslosigkeit macht dem Land zu schaffen.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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