Hohe Investitionsbereitschaft
DIHK hebt Wachstumsprognose für Euro-Zone an

Die Euro-Zone hat die Rezession hinter sich gelassen: Als besonders investitionsstark zeigen sich unter anderem Unternehmen aus den Branchen Automobilbau und Metallerzeugung. Doch die Arbeitslosenzahlen bleiben hoch.
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BrüsselDer Deutsche Industrie und Handelskammertag (DIHK) korrigiert seine Wachstumsprognose für die Euro-Zone für dieses Jahr von 1,0 auf 1,3 Prozent nach oben. Grund ist die sich aufhellende Wirtschaftslage und die damit verbundene Investitionsbereitschaft deutscher Unternehmen im Ausland. „Die Euro-Zone hat die Rezession hinter sich gelassen, Investitionen und Beschäftigung beleben sich allmählich wieder“, sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben dem Handelsblatt (Montagausgabe).

Vor allem Unternehmen aus den Branchen Automobilbau, Metallerzeugung, Elektrotechnik sowie aus dem Lebensmittelgewerbe und der Gummi- und Kunststoffbranche investieren besonders häufig in den 15 Staaten, die schon vor der Osterweiterung zur EU 15 gehörten. Dabei ist das Angebot an Fachkräften ein wichtiger Grund für die Firmen, dort zu investieren. „Sie finden vor allem in der EU vergleichsweise gut ausgebildete Arbeitskräfte“, sagte Wansleben. Infolge der wirtschaftlichen Umwälzungen sei die Arbeitslosigkeit in vielen EU-Staaten sehr hoch, während sich die Lohnkosten im Vergleich zu Deutschland zuletzt moderat entwickelt hätten.

Einer DIHK-Umfrage unter 2.500 im Ausland aktiven Unternehmen zufolge ist die EU-15 (vor der Osterweiterung) erstmals seit dem Jahr 2010 wieder das Top-Ziel für Investitionen. Damit scheint die Erholung der Euro-Zone in den Investitionsplänen deutscher Industriebetriebe angekommen zu sein. Etwas mehr als die Hälfte der Firmen, die auch zur Fachkräftesicherung im Ausland investieren, nennen als Zielregion die EU-15-Länder.

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Thomas Ludwig
Thomas Ludwig
Handelsblatt / EU-Korrespondent

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