
HB SAN FRANCISCO. Bilder von der Ölpest im Golf von Mexiko hätten ihn zu dieser Entscheidung bewogen, sagte Schwarzenegger nach Angaben des „San Francisco Chronicle“ am Montag. „Ich sehe im Fernsehen Bilder von ölverschmierten Vögeln, von Fischern ohne Arbeit, den riesigen Ölteppich, der unsere wertvollen Ökosysteme zerstört. Das wird hier in Kalifornien nicht passieren“, zitierte das Blatt den Republikaner.
Schwarzenegger hatte sich zuvor für umstrittene Ölbohrungen nahe Santa Barbara stark gemacht, um auf diese Weise die leere Haushaltskasse aufzubessern. Das geplante Bohrprojekt einer texanischen Firma sollte Kalifornien jährlich rund 100 Mio. Dollar einbringen. Der Staat hätte damit erstmals seit 40 Jahren wieder eine Bohrerlaubnis an der Pazifikküste erteilt.
„Ich habe die Wahl zwischen 100 Mio. Dollar und dem, was man im Golf von Mexiko sieht. Da suche ich lieber einen anderen Weg, um die 100 Mio. wett zu machen“, sagte Schwarzenegger. Das Risiko für die Umwelt sei einfach zu groß.
In einem Wettlauf gegen die Zeit versuchen unterdessen Spezialisten den seit fast zwei Wochen in den Golf von Mexiko fließenden Ölstrom zu dämmen. Neben einer Entlastungsbohrung soll nach dem Untergang der Plattform „Deep Water Horizon“ eine rund 100 Tonnen schwere Stahl-Glocke den Austritt des Öls aus den Lecks in 1500 Metern Tiefe weitgehend verhindern.
Bis Dienstag gab es allerdings keine Hoffnung, dass sich die Menge von täglich fast einer Million Liter schnell vermindert. Die Glocke wird erst in rund einer Woche einsetzbar sein und ist bislang in der Tiefsee nicht erprobt worden. Die Entlastungsbohrung wird wohl erst in Monaten greifen. Der Ölteppich von über 200 Kilometern Länge und 100 Kilometern Breite dehnt sich somit fast ungehindert weiter aus und bedroht die Tier- und Pflanzenwelt entlang der US-Golfküste.
Hut ab vor Schwarzenegger denn er ist mit 100 Mio$ US nicht zu bestechen (Deepwater Horrizon ein GAU oder ein Super-GAU?)
im Februar 2009 übergab bP für die Deepwater Horrizon an die zuständige US Genehmigungsbehörde (federal Minerals Management Service) Einen 52 seitigen Erkundungsplan mit Umweltverträglichkeitsbericht.
in diesem Plan wird ausgeführt "dass bei den geplanten Aktivitäten ein Unfall mit Ölverschmutzung der Meeresoberfläche oder auch unterhalb dieser unwahrscheinlich ist" und dass "wegen der Entfernung zum Ufer von 48 Meilen (48nmi ca. 89km) sowie der Reaktionsfähigkeiten die geschaffen werden, keinerlei nennenswerte beeinträchtigungen zu erwarten sind"
Die bohrplattform ist eine der größten und modernsten dieser Erde, sie hält mit 10685m gesamt bohrtiefe in 1259m tiefem Wasser den Weltrekord. Das Sicherheitssystem (blow out Preventer) entspricht dem Stand der Technik und funktioniert auch in aller Regel, mehr als 3000 Plattformen werden im Golf von Mexiko betrieben, lediglich eine in wenigen Ländern vorgeschriebene zusätzliche Fernsteuerung und eine automatische Aktivierung des Sicherheitssystems sind in den USA nicht notwendig und waren daher nicht installiert.
Ein Ölteppich von aktuell 200km Länge und 150 km breite erinnert uns gerade daran dass auch wenn ein System so scheinbar perfekt so unfehlbar erscheint, dass immer auch der größte anzunehmende Unfall (GAU) zu bedenken und auch jederzeit damit zu rechnen ist. Die Fischer, die Hoteliers, die Menschen am Golf sie haben jetzt kaum eine Chance dem Schicksal zu entrinnen sie sind dem Wind und den Wellen ausgeliefert. Wenn das Öl angespült wird dauert es Jahre, vielleicht auch Jahrzehnte bis sich die Natur erholt.
Super-GAU, für einen Teil unserer Atomkraftwerke, könnten wir, wären es Fahrzeuge bereits ein H Kennzeichen beantragen. Diese Anlagen enthalten nach wie vor behälter Rohre und Verbindungen, welche nach Richtlinien den sechziger Jahren dimensioniert und abgesichert wurden. bei einigen dieser Anlagen wurde Aufgrund der um die Jahrtausendwende geplanten “baldigen” Abschaltung auf wichtige Nachrüstungen verzichtet. Keine dieser Uraltanlagen würde den direkten Absturz eines modernen Großraumflugzeuges überstehen, keine dieser Altanlagen wäre als Neubau genehmigungsfähig. Dennoch wird darüber nachgedacht diese Anlagen noch 30 Jahre weiter zu betreiben, es ist ja so ungeheuer unwahrscheinlich dass etwas passiert!
Weltweit sind zur Zeit ca. 400 Atomkraftwerke in betrieb darunter auch 7 RbMK Reaktoren, das ist der Reaktortyp der in Tschernobyl explodiert ist, machen wir uns nichts vor der nächste Super-GAU kommt bestimmt. Er kommt auch wenn wir alle deutschen Atomkraftwerke abschalten, er kommt weil die Menschheit als Summe nicht bereit ist umzudenken, er kommt weil ein Atomkraft Oldtimer hier und anderswo je betriebstag in etwa 1 Million Euro Profit abwirft. Er kommt weil es nicht nur bei uns Mövenpick Parteien gibt, er kommt weil es kaum unabhängige Gutachter gibt, er kommt weil die Lobby übermächtig ist. Wir können sicher nicht verhindern dass wir in den Fall-Out kommen, Aber wir können verhindern dass ein solcher Unfall bei uns eintritt, dass es mitten in Deutschland passiert. Dort wo es trifft wird es vielleicht Jahrtausende oder Jahrzehntausende dauern, bis wir den boden wieder nutzen können, in NRW haben wir jetzt noch einmal die Chance Einhalt zu gebieten und mit einer neuen Regierung die dann hoffentlich unkäuflich ist auf bestehenden Verträge zu bestehen, ich werde diese Chance nutzen.
Peter Walther
:-)
Hasta la vista's..für schwarzes Gold...
.
ich habe die Wahl zwischen 100 Mio. Dollar und dem, was man im Golf von Mexiko sieht. Da suche ich lieber einen anderen Weg, um die 100 Mio. wett zu machen“, sagte Schwarzenegger. Das Risiko für die Umwelt sei einfach zu groß.
2 Kommentare
Alle Kommentare lesen