Hohe seismische Aktivitäten: Sicherheitsbedenken bei kalifornischen Atommeilern

Hohe seismische Aktivitäten
Sicherheitsbedenken bei kalifornischen Atommeilern

Abgeordnete im US-Staat Kalifornien haben Bedenken über die Sicherheit von Atomkraftwerken an der Pazifikküste geäußert. Die Region gehört zu den Weltgegenden mit hoher seismischer Aktivität.
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SacramentoBei einer Anhörung in Sacramento am Montag verlangte der zuständige Ausschuss, die örtlichen Kraftwerksbetreiber sollten erst umfangreiche geophysische Studien anfertigen lassen, bevor sie die Verlängerung von Betriebsgenehmigungen beantragten. So sollte die Gefährdung der Atomkraftwerke durch Erdbeben und Tsunamis wie am 11. März in Japan abgeschätzt werden.

Eine der Betreibergesellschaften, Pacific Gas and Electric (PG&E), hatte erst kürzlich eine Verlängerung der Lizenz für den Betrieb des Kraftwerks in Diablo Canyon beantragt. Ein Senator, Sam Blakeslee, riet dem Unternehmen, den Antrag solange zurückzuziehen, bis die geforderten Untersuchungen abgeschlossen wurden. Bereits 2008 waren solche Tests des Untergrunds von den Unternehmen gefordert worden. PG&E will diese Tests nun durchführen, teilte ein Sprecher mit.

Seit Jahren wird über die Sicherheit der Atomkraftwerke an der Pazifikküste diskutiert, zumal Geologen immer neue Verwerfungen in der Nähe der Kraftwerke fanden. Kalifornien gehört zu den Weltgegenden mit hoher seismischer Aktivität. Bereits in der vergangenen Woche hatte das Weiße Haus die Atomaufsichtsbehörde aufgefordert, alle 104 Atomreaktoren der USA auf ihre Sicherheit hin zu prüfen.

In Kalifornien werden zwei Atomkraftwerke betrieben: In Diablo Canyon in der Nähe von San Luis Obispo und San Onofre nördlich von San Diego. Der Staat deckt zwölf Prozent seines Strombedarfes mit Atomkraft. 2009 wurde ein Gesetzesentwurf eingebracht, in dem geologische Untersuchungen festgeschrieben werden sollten. Das Gesetz wurde vom Veto des damaligen Gouverneurs des Staates Arnold Schwarzenegger blockiert.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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